Fußball-Bundesliga
Werder Bremen nach Fehlstart unter Druck
Aktualisiert am 01.09.2026 – 07:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Schlechter hätte der Einstieg in die Bundesliga-Saison für Bremen kaum laufen können. Wie wird das Stage-Aus kompensiert? Wann ist Füllkrug richtig in Form?
Nach nur einem Wochenende ist die Aufbruchstimmung erst mal wieder dahin. Verletzungs-Schock, 1:4-Klatsche in Freiburg, verkorkstes Füllkrug-Comeback – viel schlechter hätte der Saisonstart für den SV Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga nicht laufen können. Und am Samstag kommt RB Leipzig ins Weserstadion, das gleich mal ein 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach hingelegt hat. Geht’s für die Hanseaten gerade so weiter wie in der vergangenen Spielzeit, in der sie nur mit großer Mühe noch die Liga gehalten hatten?
„Ich sehe es gar nicht so negativ, ich bin gar nicht so bedröppelt“, sagte Niclas Füllkrug nach seiner missglückten Bundesliga-Rückkehr. „Wichtig ist, dass wir jetzt eben nicht nervös werden“, forderte Sportgeschäftsführer Clemens Fritz. Zumindest die Anfangsphase der Partie in Freiburg würde ihn zuversichtlich stimmen, erklärte Trainer Daniel Thioune. Womöglich könnten diese 20 Minuten ja „die Basis sein, dass wir Woche für Woche vielleicht dann auch zulegen“.
Ajax-Profi soll helfen, Stage zu ersetzen
Werder droht erneut eine schwierige Saison – nach dem verletzungsbedingten Aus von Mittelfeld-Star Jens Stage erst recht. Am Abend vermeldete der Club die Verpflichtung des 23-jährigen Niederländers Youri Regeer auf Leihbasis von Ajax Amsterdam. Er soll helfen, die Lücke zu schließen. Eins zu eins ersetzen können die Bremer ihren dänischen Topmann, der wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel mehrere Monate fehlen wird, aber wohl nicht. Vor allem nicht in puncto Torgefahr. Das wissen sie. Und das gaben sie entsprechend zu verstehen.
„Eine Art Worst Case“ sei der Ausfall von Stage, meinte Angreifer Füllkrug. Die schwere Verletzung des 29 Jahre alten Schlüsselspielers habe alle „total betroffen gemacht“, sagte Coach Thioune. Werders Spiel sei zuletzt „sehr, sehr Jens-lastig“ und „auf ihn zugeschnitten“ gewesen, führte der Trainer weiter aus. „Für den Moment dürfen wir vielleicht auch ein bisschen weinen.“
Rückkehrer noch nicht richtig in Form
Generell sollten die Bremer allerdings schauen, dass sie schnell wieder den Blick nach vorn richten – und die nötigen Automatismen in ihr Spiel bekommen, wie auch Routinier Füllkrug erkannte. Dem 24-maligen Nationalspieler fehlte in Freiburg die richtige Bindung zum Spiel. In der ersten Halbzeit blieb er weitgehend blass, in der zweiten vertändelte er den Ball in aussichtsreicher Position – und nach einer Stunde wurde er schließlich ausgewechselt.
Der auf Leihbasis von West Ham United zurückgekehrte 33-Jährige sei „in einer ordentlichen körperlichen Verfassung“, meinte Trainer Thioune. Es sei aber klar, dass Füllkrug „noch nicht diese Intensität gehen“ könne. Dafür würden ihm zu viele Einsatzminuten aus den vergangenen Monaten fehlen.
