Personalrochaden

Das sind die heißesten Kandidaten für Merz‘ Kabinettsumbau


23.07.2026 – 15:55 UhrLesedauer: 4 Min.

Sommer-Pressekonferenz Kanzler Merz

Wo geht’s lang mit seiner Regierung? Nach dem Rücktritt Spahns muss Kanzler Merz einen Teil seines Kabinetts umbauen. (Quelle: Michael Kappeler/dpa/dpa-bilder)

Mit dem Wechsel Thorsten Freis an die Spitze der Unionsfraktion wird am Kabinettstisch ein Platz frei. Wer könnte ihn füllen?

Fest steht bislang nur, dass sich Merz nicht mehr allzu viel Zeit lassen will mit der Präsentation eines Namens. „Zeitnah“, so heißt es in Regierungskreisen, soll der Personalumbau abgeschlossen sein. Infrage kommen dem Vernehmen nach gleich mehrere Kandidaten – was auch daran liegt, dass einzelne von ihnen wieder neue Löcher an anderer Stelle aufreißen könnten. t-online stellt die wichtigsten Köpfe vor, die derzeit gehandelt werden.

Die Bundesgesundheitsministerin ist mit ihrer aktuellen Aufgabe eigentlich gut ausgelastet. Die Reform zur Stabilisierung der Krankenkassenfinanzen ist ihr zwar geglückt, wofür ihr viele großen Respekt zollen. Allerdings löst dieser Gesetzesaufschlag die Geldprobleme der Kassen nur kurzfristig. Die strukturellen Herausforderungen im Gesundheitssystem sollen erst im Herbst im Rahmen eines zweiten Gesetzes angegangen werden. Zudem fällt auch die umstrittene Reform der Pflegeversicherung in Warkens Zuständigkeitsbereich.

Dennoch – ein Stück weit aber auch gerade deshalb – gilt Warken als die Favoritin für den Chefposten im Kanzleramt. Weil die 47-Jährige, wie Merz einst selbst sagte, „eher im Stillen wirkt“, weil sie gut organisieren kann, Kompromisse auch in schwierigen Themenfeldern findet. Außerdem, so heißt es in Unionskreisen häufig, stünde es Merz gut zu Gesicht, eine Frau zu seiner rechten Hand und zur Obermaschinistin des Regierungsapparates zu machen. Fraglich bleibt, ob Warken den Schritt auch selbst wollte. Gut möglich ist auch, dass sie lieber das zu Ende bringen will, was sie begonnen hat.

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