Sollte sich Ibo tatsächlich bei den Männern durchgesetzt haben, hätte die einzige Person gewonnen, der Modelagent Peyman Amin Chancen in der Modelbranche einräumt: „Ich sehe nur Ibo erfolgreich als Model arbeiten, er hat einen coolen, markanten Look und gute Maße.“ In der Modewelt seien jedoch derzeit „alle Typen gefragt“, so der 55-Jährige. „Hauptsache, sie stechen aus der Masse hervor und haben gute Proportionen.“
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- „Euphorie verpufft“: Heidi Klum war gegen GNTM-Aufzeichnung
Doch selbst wenn Ibo nach GNTM die große Topmodel-Karriere starten sollte – für Peyman Amin ändert es nichts an der Tatsache, dass die Castingshow keine Zukunftsperspektive hat. „Die Geschichte ist schon längst zu Ende erzählt und lebt nur noch von Heidis Anwesenheit. Sie nutzt diese Plattform aus, um noch in aller Munde zu sein. Die Gewinner interessieren nicht mehr“, ist er überzeugt.
Die Produktion müsse zurück zum ursprünglichen Konzept, um der Show zu ihrem alten Glanz zu verhelfen: „Ich denke, wenn es eine Sache gibt, die das Format noch retten kann, dann wäre dies wieder eine echte mehrköpfige Jury einzusetzen, um auch wieder kontroverse Entscheidungen und Meinungen zu haben.“ Bis zur 14. Staffel der Show fungierte Heidi Klum zwar ebenfalls als Chefjurorin, hatte aber feste Kollegen neben sich.
„Man ist kläglich gescheitert“
So saß neben Modeexperten wie Thomas Hayo, Rolf Scheider und Wolfgang Joop auch Peyman Amin am Jurytisch. Daher weiß er, dass die Produktion zu Beginn der Showgeschichte noch ganz andere Absichten verfolgte: Zu seiner Zeit habe man noch versucht, Talente zu finden, sagte er t-online vor drei Jahren. Mittlerweile gehe es nur noch um Unterhaltung. „Ich glaube nicht, dass ernsthaft nach dem nächsten Topmodel gesucht wird. Das hat man in den ersten Jahren versucht, doch man ist kläglich gescheitert.“ Teilnehmerinnen, die nach der Show Karriere machten – wie Lena Gercke, Barbara Meier, Stefanie Giesinger oder Sara Nuru – seien weniger in der Modelbranche als durch andere Engagements erfolgreich geworden.
Auch wenn Heidi Klums Show keine Topmodels hervorbringt, geht ihr TV-Konzept seit 21 Staffeln auf. Und ProSieben will auch in Zukunft an der Zusammenarbeit festhalten. Sendersprecher Christoph Körfer bestätigte t-online, dass der laufende Vertrag mit Heidi Klum auf „mehrere Jahre“ ausgelegt ist. „Die Castings für die nächste Staffel laufen bereits“, gab er bekannt. Auch Peyman Amin war sich damals sicher: „Solange man 50 Kandidatinnen findet – und Deutschland hat nun mal über 80 Millionen Einwohner – wird es diese Sendung geben.“










