Gesundes Haustier
Mundgeruch bei Katzen: Ursachen und was hilft
Aktualisiert am 16.02.2026 – 03:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein herzhafter Gähner der Katze und ein fieser Geruch breitet sich aus? Was viele Katzenbesitzer kennen, kann ernsthafte Gründe haben.
Wie Menschen können Katzen ebenfalls Mundgeruch entwickeln. Auch die Ursachen sind unseren ähnlich. Der unangenehme Geruch kann von Futterresten zwischen den Zähnen stammen, aber auch auf gesundheitliche Probleme wie Entzündungen hindeuten. Die richtige Einordnung hilft dabei die richtige Lösung zu finden.
Mundgeruch bei Katzen kann verschiedene Ursachen haben. In Tierarztpraxen spielt die Art des Geruchs eine Rolle, sie kann Hinweise auf den Grund geben:
Wer bei seiner Katze neu aufgetretenen Mundgeruch feststellt, kommt um einen Tierarztbesuch nicht herum. Bei Katzen ab dem fünften Lebensjahr ist an FORL zu denken. Die „Feline Odontoklastische Resoptive Läsionskrankheit“ ist nur mit einem speziellen Röntgenbild (Dentalaufnahme) zu erkennen, da sie sich unterirdisch im Wurzelbereich der Katzenzähne ausbreitet.
Auch kann es sein, dass ihr Stubentiger an Diabetes leidet. Vermehrtes Trinken und ein häufiger Gang auf das Katzenklo sprechen ebenso für eine Diabeteserkrankung. Häufig ist dies bei älteren Katzen der Fall. Ein Gang zum Tierarzt ist in jedem Fall sinnvoll, um den Ursachen auf den Grund zu gehen.
Sind Mund- oder Zahnerkrankungen die Ursache, richtet sich die Behandlung nach dem Schadbild. Bei FORL und Karies müssen die betroffenen Zähne extrahiert werden. Katzen können selbst ohne Zähne ein artgerechtes Leben führen und benötigen lediglich bei der Nahrungsaufnahme etwas Hilfe.
Bei einer vorliegenden Grunderkrankung des Magen-Darm-Trakts oder anderer Organe wird der Tierarzt die Behandlung nach dem individuellen Patientenbild einleiten. Spontan auftretender Mundgeruch nach einem Futterwechsel könnte auf eine Futtermittelunverträglichkeit hindeuten. Hier reicht dann der Rückwechsel als Therapie aus.
Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus lassen sich bei Katzen ähnlich wie bei Menschen behandeln. Der Tierarzt klärt Patienten darüber auf, was nötig ist.
Die wichtigere Frage ist, ob die Katze regelmäßiges Zähneputzen zulässt. Nicht jeder Stubentiger ist entspannt genug für eine regelmäßige Mundhygiene. Wenn es aber machbar ist, stehen im Handel spezielle Zahnpflegeprodukte für Katzen zur Verfügung.
Wer im Kittenalter beginnt, kann oft mit Zahnbürste und Zahnpaste für ein gepflegtes Gebiss der Katze sorgen. Bei älteren Katzen lohnt sich die Gabe von Denta-Sticks aus Matatabi-Holz. Sie sorgen beim Kauen für sanftes Lösen der Plaques an den Zähnen.
