Achtung im Urlaub
Für diese Gewohnheiten drohen saftige Strafen
Aktualisiert am 28.05.2026 – 07:52 UhrLesedauer: 3 Min.
Im Ausland lauern oft gesetzliche Fallstricke für Touristen. Selbst harmlose Gewohnheiten können plötzlich teure Konsequenzen nach sich ziehen.
Im Urlaub kann man endlich entspannen und möchte sich bisweilen auch mal richtig gehen lassen. Allerdings vergessen manche Touristen dabei, dass in anderen Ländern auch andere Gesetze und Sitten herrschen. Wer sich im Ausland danebenbenimmt, riskiert manchmal mehr als nur böse Blicke.
In einigen Ländern gelten Regeln, die auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken – aber bei Missachtung richtig teuer werden. Das sind die kuriosesten Gesetze in Urlaubsländern.
Kaugummi kauen? In Singapur lieber nicht
Wer in Singapur mit Kaugummi erwischt wird, muss mit bis zu 1.000 Euro Strafe rechnen. Die Einfuhr und das Kauen sind dort nämlich verboten. Das südostasiatische Land verfolgt eine Null-Toleranz-Politik, was öffentliche Sauberkeit betrifft. Auch Spucken, Müll wegwerfen oder das Mitnehmen von (sehr streng riechenden) Durian-Früchten in öffentlichen Verkehrsmitteln kann Geldbußen nach sich ziehen.
Duschen? Ja, aber bitte ohne Shampoo und Seife
So schön das Baden im Meer auch ist – wenn man danach in der Sonne brutzelt und das Salz auf der Haut trocknet, ist das meistens weniger angenehm. Abhilfe kann da eine Dusche schaffen. An vielen Stränden findet man deswegen Duschanlagen. Viele Strandbesucher nehmen das zum Anlass, sich gleich einzuseifen und sogar die Haare zu shampoonieren. In Spanien sollten Sie das lieber lassen, sonst droht eine Geldbuße von bis zu 750 Euro. Man will so verhindern, dass Chemikalien ins Meer gelangen.
Teure Majestätsbeleidigung
Wer in Deutschland mit Geldscheinen um sich wirft, gilt allerhöchstens als protzig und verschwenderisch. In Thailand kann so ein Verhalten zu hohen Geldstrafen führen – oder dazu, dass man die nächsten 15 Jahre hinter Gittern verbringt. In Thailand gilt das Knicken, Zerreißen oder Werfen von Geldscheinen als Majestätsbeleidigung, da auf den Noten der gegenwärtige König oder frühere Regenten abgebildet sind.
Kein Platz für die Liebe
Wenn man schon mal in der Stadt der Liebe unterwegs ist, könnte man doch gleich die Partnerschaft auf ewig besiegeln und an einer Brücke sogenannte Liebesschlösser anbringen. Dieser Usus hat in Paris jedoch dazu geführt, dass ein Teil des Geländers der Pont des Arts einstürzte. Dem schieren Gewicht der Schlösser von rund 93 Tonnen konnte die Brücke nicht mehr standhalten. Seitdem ist es in Paris verboten, Liebesschlösser anzubringen.
I Did It My Way
Karaoke ist in einigen asiatischen Ländern Kulturgut – so auch auf den Philippinen. Wenn Sie mal von einem Einheimischen zu ein paar Ständchen in einer Karaokebar eingeladen werden, sollten Sie auf einen Song aber unbedingt verzichten: „My Way“ von Frank Sinatra. Es ist zwar kein offizielles Gesetz, aber wenn Ihnen Ihr Leben lieb ist, lassen Sie es. In der Vergangenheit kam es im Zusammenhang mit dem Lied immer wieder zu Tötungsdelikten, die sogenannten „My Way Killings“. Die Ursache dafür ist unklar. Viele Karaokebars haben den Song aus dem Programm genommen.
