Peter May: „Die Vogelinsel“
Die Äußeren Hebriden liegen weit draußen im Atlantik, vor der Westküste Schottlands. Wer die Inselgruppe nicht kennt, stellt sie sich vielleicht als graue Randnotiz der britischen Geografie vor. Peter Mays Roman korrigiert diesen Eindruck.
Die Hebriden prägen die Geschichte von der ersten Seite an. Torfmoore ziehen sich bis zum Horizont, dunkle Steinhäuser trotzen dem Wind, und über dem Atlantik wechseln Sonne und Sturm einander oft innerhalb weniger Minuten ab. Besonders eindrucksvoll sind die Machair-Küstenwiesen, die im Sommer in voller Blüte stehen und vor einigen der schönsten Strände Schottlands liegen.
Peter May beschreibt in seinem Krimi eine Welt, in der die Inselgemeinschaft sehr eng zusammenlebt. Familiengeschichten reichen über Generationen zurück, und vieles bleibt lange im Gedächtnis der Bewohner.
Henning Mankell: „Mörder ohne Gesicht“
Ein brutaler Überfall auf ein älteres Ehepaar erschüttert die ländliche Region rund um Ystad. Kommissar Kurt Wallander steht vor einem Fall, der nicht nur kriminalistische Fragen aufwirft, sondern auch gesellschaftliche Debatten entfacht.
Heute gilt Wallander als eine der prägenden Figuren des modernen Kriminalromans. Mankell machte aus dem Ermittler keinen Helden, sondern einen erschöpften, zweifelnden Menschen, der oft ebenso mit sich selbst ringt wie mit den Tätern.
Ystad liegt in der Region Skåne im Süden Schwedens. Sanfte Hügel, Rapsfelder, beschauliche Gutshöfe und lange Sandstrände bestimmen die Landschaft. Mankell nutzt diese Kulisse, um zu zeigen, dass Verbrechen nicht nur in Metropolen entstehen, sondern auch dort, wo alles geordnet und friedlich erscheint.
So wird selbst ein ruhiger Urlaub unter Garantie nicht langweilig.
Carlos Ruiz Zafón: „Der Schatten des Windes“
Der junge Daniel Sempere entdeckt ein vergessenes Buch und beschließt, mehr über dessen geheimnisvollen Autor herauszufinden. Aus der Suche entwickelt sich ein Geflecht aus Mord, Verrat, Liebe und Obsession, das mehrere Jahrzehnte umspannt.











