Neuer Wehrdienst

Höchstzahl der Kriegsdienstverweigerer seit 15 Jahren

30.06.2026 – 07:19 UhrLesedauer: 1 Min.

Wehrdienst (Archivbild): Immer mehr Menschen verweigern. (Quelle: Jens Kalaene/dpa/dpa-bilder)

Der Wehrdienst ist wieder ein Thema in Deutschland und schon steigen die Zahlen der Kriegsdienstverweigerer. Doch es gibt auch eine andere Entwicklung.

Die Zahl der Wehrdienstverweigerer in Deutschland ist so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr. So wird der Vorjahreswert von 2.830 Anträgen bereits im ersten Halbjahr übertroffen, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums.

Grund für den Anstieg ist die Wiedereinführung des Wehrdienstes, auch wenn dieser zunächst freiwillig ist. Nachdem die Wehrpflicht 2011 ausgesetzt wurde, fielen auch die Zahlen der Kriegsdienstverweigerer rasant. Waren es 2010 noch 87.590 Anträge, sank die Zahl im Folgejahr auf 5.177. 2012 stellten noch 370 Menschen einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung.

Gleichzeitig steigt die Zahl von früheren Zivildienstleistenden, die nun ihre Kriegsdienstverweigerung widerrufen. 2022 waren es noch 487, im vergangenen Jahr 781. Bis Mai des aktuellen Jahres erklärten 357 Menschen ihren Widerruf.

Allerdings handelt es sich dabei auch oft um ältere Personen. Diese würden laut der Ministeriumssprecherin dann neu „in den Datenbestand der Gruppe der 18- bis 60-jährigen Wehrpflichtigen aufgenommen“. Sie könnten sich in Reserveübungen zu Soldaten ausbilden lassen.

Share.
Exit mobile version