Zustand der Bundeswehr
Wehrbeauftragter bemängelt „Kopflastigkeit“ der Bundeswehr
Aktualisiert am 03.03.2026 – 13:00 UhrLesedauer: 1 Min.
Zu wenige Mannschaftssoldaten, viele Offiziere. In seinem ersten Jahresbericht weist der Wehrbeauftragte auf ein Problem hin, das im Verteidigungsfall Folgen hätte.
Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, bemängelt die Personalstruktur der Bundeswehr und warnt vor Folgen für die Einsatztauglichkeit. In seinem Jahresbericht weist er dazu auf einen zu geringen Anteil von Mannschaftssoldaten in der Truppe hin, der bei 29,3 Prozent liege.
„Innerhalb der aktuellen Personalstruktur der Bundeswehr kommt somit im Verhältnis gerechnet auf einen Mannschaftssoldaten fast ein Offizier. Ob mit einer solchen Kopflastigkeit die Aufgaben der Landes- und Bündnisverteidigung der Truppe wirklich nachhaltig bewältigt werden können, ist fraglich“, schreibt der CDU-Politiker in seiner Unterrichtung, die in Berlin vorgelegt wurde. In der Bundeswehr gibt es demnach 21,6 Prozent Offiziere und 49,1 Prozent Unteroffiziere.
Das Thema Personal und sein Aufwuchs bleiben nach Ottes Bewertung die zentralen Herausforderungen für die Bundeswehr, um ihre militärischen Fähigkeiten weiter zu stärken. „Ohne eine konsequente und nachhaltige Personalstrategie droht eine Diskrepanz zwischen politischen Ambitionen und militärischer Realität“, schreibt Otte.










