Als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und Vizepräsident des DFB ist er momentan der mächtigste Funktionär im deutschen Fußball. Der ehemalige Geschäftsführer und aktuelle Präsident von Borussia Dortmund kennt Klopp aus den sieben gemeinsamen Jahren beim BVB bestens. Watzke pflegt nach wie vor ein extrem enges und vertrautes Verhältnis zu Dortmunds Meistercoach von 2011 und 2012.
Diese Hürde muss für Klopp noch überwunden werden
In seiner Rolle als Experte bei MagentaTV, im Rahmen derer er Nagelsmann während des Turniers als eine Art TV-Nationalcoach und Schattenbundestrainer begleitete, hatte Klopp die nach dem deutschen WM-Aus konkret an ihn gestellte Frage noch ausweichend beantwortet. Wie Sky und „Bild“ übereinstimmend berichten, stünde der ehemalige Erfolgscoach des FC Liverpool aber wohl als Nachfolger bereit, falls der DFB auf ihn zukommt. Dieser Vorstoß dürfte nun zeitnah durch Watzke erfolgen.
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Um Klopp tatsächlich zum DFB zu lotsen, müsste aber noch eine weitere Hürde genommen werden. Klopp ist schließlich momentan noch als Head of Global Soccer bei Red Bull beschäftigt. Sein Vertrag gilt bis 2029 und beinhaltet keine Ausstiegsklausel.
Auch dabei könnte Watzke dem DFB aber helfen und seine engen Kontakte zu Oliver Mintzlaff, dem Geschäftsführer der Red Bull GmbH, nutzen. Beide waren schon Mitglied der DFB-Taskforce, die 2022 nach dem WM-Vorrunden-Aus in Katar ins Leben gerufen worden war.
Nationale Angelegenheit und Notlage
Wie aus dem Umfeld des DFB zu vernehmen ist, wird die aktuelle Situation nach der dritten enttäuschenden WM in Folge von allen Beteiligten auf fußballerischer Ebene als nationale Angelegenheit und Notlage erachtet. Und besondere Situationen erfordern manchmal besondere Maßnahmen und wohl auch Kompromissbereitschaft von allen Beteiligten.
Eine mögliche Lösung für eine Ablöseregelung des DFB mit Red Bull könnte etwa ein Freundschaftsspiel der deutschen Nationalmannschaft bei RB Leipzig sein. Und auch Klopp müsste aufgrund der klammen Kassen beim DFB im Vergleich zu seinem Engagement beim FC Liverpool wohl deutliche Abstriche im Hinblick auf sein Gehalt in Kauf nehmen.










