Um die Blase nicht unnötig zu stimulieren, sollten Betroffene auf Reize verzichten. So hilft es vielen Betroffenen, auf Alkohol, Cola, schwarzen Tee, grünen Tee, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke zu verzichten. Diese Getränke können die Blase reizen und wirken harntreibend. Auch Zitrusfrüchte, Tomaten, Süßstoffe und scharfe Gewürze können die Blase strapazieren. Betroffene wissen in der Regel, was den Harndrang zusätzlich verstärkt.
Ebenfalls ist es empfohlen, mit dem Rauchen aufzuhören, Übergewicht zu reduzieren und Verstopfung zu vermeiden. Auch sollte lockere Kleidung getragen werden, die nicht auf die Blase drückt. Ebenso sollte die Kleidung schnell auszuziehen sein, wenn es drängt. Besteht eine Dranginkontinenz, helfen spezielle Hygieneeinlagen.
Entspannungsverfahren und Wärmeanwendungen werden von Betroffenen häufig als angenehm empfunden. Diese können helfen, die allgemeine Anspannung zu reduzieren, und einen positiven Einfluss auf die Blasenkontrolle haben.
Auch wenn Betroffene oft den Wunsch haben, weniger zu trinken, um weniger auf die Toilette zu müssen, ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig. Das spült Nieren und Blase gut durch und beugt so Harnwegsinfekten vor. Die Deutsche Kontinenz Gesellschaft e. V. rät, pro Tag 1,5 Liter Flüssigkeit aufzunehmen – über den Tag verteilt. Zwei Stunden vor dem Zubettgehen sollte nichts mehr getrunken werden, um nächtlichem Harndrang entgegenzuwirken.
