Nur noch zwölf Kriterien entscheiden
So berechnet die Schufa künftig Ihren Score
Aktualisiert am 16.03.2026 – 10:23 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Schufa-Score wird neu berechnet: Statt vieler verschiedener Bewertungen soll es künftig nur noch eine Punktzahl geben. Was sich ändert und wer davon profitiert.
Die Bonitätsauskunft spielt für viele Menschen in Deutschland eine zentrale Rolle – sei es bei der Wohnungssuche, beim Abschluss eines Mobilfunkvertrags oder bei der Beantragung eines Kredits. Wie sich der Score, der Auskunft über die Zahlungsmoral gibt, allerdings konkret ermittelt, konnten Verbraucher bislang allerdings nur erahnen.
Deutschlands bekannteste Auskunftei, die Schufa, geht nun einen neuen Weg: Sie verändert zum 17. März die Berechnungsmethode für den Score. So soll die Bonitätseinschätzung für Verbraucher vollständig transparent und leicht nachvollziehbar sein. Was bedeutet das konkret? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.
Ab dem 17. März 2026 soll es nur noch einen statt sechs unterschiedliche Branchenscores geben, teilt die Schufa auf Anfrage mit. Dieser soll sich zudem nur noch aus zwölf statt insgesamt 100 Kriterien zusammensetzen und nicht in Prozenten, sondern in Punkten (100 bis 999) angegeben werden. Je höher die Punktzahl, desto besser der Score. Die Daten, die künftig den Score beeinflussen, sind folgende – mit jeweils unterschiedlicher Gewichtung:
Verbraucherinnen und Verbraucher sollen so selbstständig nachvollziehen können, wie sich eine Veränderung einzelner Kriterien auswirken würde, so die Schufa. Zudem soll der neue Score so aufgebaut sein, dass er schneller besser wird, wenn das Zahlungsverhalten zuverlässig ist.
Nach Auskunft der Schufa ändert sich für 83 Prozent der Verbraucher nichts – sie verbleiben in derselben Scoreklasse des zuvor am häufigsten angefragten Scores, dem Bankenscore. Für neun Prozent wirke es sich demnach positiv auf die Bewertung aus, für acht Prozent negativ.
Der neue Schufa-Score soll für Verbraucher ab dem 17. März direkt im Schufa-Account kostenfrei einsehbar sein. Dafür ist eine Registrierung notwendig. Alternativ können Interessierte in der bonify-App ihren Score prüfen oder sich eine kostenlose Datenkopie zuschicken lassen.
Die Schufa aktualisiert ihre Daten nach eigenen Angaben quartalsweise. Hierzu zählen neben dem Score auch die Informationen zu Verträgen, Anfragen, Zahlungsstörungen und auch persönliche Daten.
Die Verbraucherzentrale Sachsen rät Verbrauchern, regelmäßig die jeweils über sie gespeicherten Daten abzufragen. Nur so lässt sich ein unter Umständen falscher Score identifizieren und beheben. Sind falsche Daten gespeichert, sollte umgehend Widerspruch bei der Schufa eingelegt werden. Die für die Prüfung notwendige, kostenfreie Datenkopie sollte direkt online bei der Schufa beantragt werden – Drittanbieter nehmen für den Service gerne Gebühren.











