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Home » Was sch für Versicherungs-Kunden ändert
Wirtschaft

Was sch für Versicherungs-Kunden ändert

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 11, 2026
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Was sch für Versicherungs-Kunden ändert

Pläne gescheitert

Versicherer verschwindet vom Markt


Aktualisiert am 11.08.2026 – 10:07 UhrLesedauer: 2 Min.

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Zentrale der DEVK Versicherungen: Der Kölner Versicherer gliedert seine Tochter Freeyou ein. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Karl F. Schöfmann/imago)

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Mit eigenen Digitaltöchtern wollten Versicherer einiges anders machen, doch in vielen Fällen blieb der wirtschaftliche Erfolg aus. Nun stellt ein weiteres Unternehmen den Betrieb ein.

Das Schicksal von Freeyou Insurance ist entschieden: Die DEVK, hundertprozentige Besitzerin des Digitalversicherers, hat entschieden, das 2010 übernommene Unternehmen vollständig mit sich zu verschmelzen. Einen entsprechenden Antrag hat nun die deutsche Finanzaufsicht Bafin genehmigt.

Damit begräbt ein weiterer Versicherer seine Pläne, ein digitalaffines Publikum mit günstigen Preisen, viel Flexibilität und dem Verzicht auf Papierkorrespondenz für sich zu gewinnen. Denn der wirtschaftliche Erfolg blieb aus. Bereits 2024 hatte sich der Versicherer aus dem Geschäft mit Kfz-Versicherungen zurückgezogen, zu hoch waren die Verluste gewesen, die die Unternehmensmutter DEVK übernehmen musste.

Stattdessen wollte das Unternehmen auf innovative Angebote fernab des Kfz-Geschäfts setzen. Geplant waren unter anderem eine Mobilitätsversicherung und eine Cyberversicherung. Doch auch diese Pläne zerschlugen sich schnell wieder. Im vergangenen Jahr gab das Unternehmen mehrere Lizenzen für verschiedene Versicherungssparten an die Bafin zurück, neue Verträge wurden nicht mehr verkauft.

Versicherer verschwindet: Das ändert sich für Kunden

Nun folgt der Schlussstrich. Alle bestehenden Verträge – dabei handelt es sich vorwiegend um Reparaturkostenversicherungen – werden nun auf die DEVK übertragen. Dies teilte eine DEVK-Sprecherin auf Nachfrage mit. Alle Kunden sollen über die Änderung informiert werden.

  • Neue Strategie: Versicherer verkauft Hunderttausende Verträge

Bereits gemeldete Schäden würden ordnungsgemäß bearbeitet, heißt es weiter. Den Versicherten würden keine Nachteile entstehen. Wie viele Verträge Freeyou Insurance zuletzt noch betreute, wollte das Unternehmen nicht mitteilen.

Auch bei anderen Unternehmen erfüllten sich die Pläne in Bezug auf die eigenen Digitalversicherer nicht. So verkaufte die Baloise ihren vorwiegend auf Kfz-Versicherungen spezialisierten Digitalversicherer Friday nach hohen Verlusten schließlich an die Allianz. Nexible, der Digitalversicherer der Ergo, stellte das Geschäft mit Kfz-Versicherungen bereits 2022 ein – auch hier hatten sich die Erwartungen nicht erfüllt.

Hart umkämpfter Markt

Das Geschäft mit Kfz-Versicherungen gilt in Deutschland als stark umkämpft. Aufgrund hoher Rabatte, mit denen Kunden geworben werden sollen, und hoher Leistungszahlungen rutschten viele Versicherer in den vergangenen Jahren tief in die roten Zahlen. In den Jahren 2023 und 2024 machten die Unternehmen mit dem Kfz-Geschäft Verluste von fünf Milliarden Euro. Viele Unternehmen erhöhten darum zuletzt stark die Versicherungsprämien. Andere zogen sich aus dem Geschäft zurück – mit Freeyou ist nun ein weiterer Anbieter vom deutschen Markt verschwunden.

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