Kölner Tradition
Am Dienstag brennt der Nubbel – das steckt dahinter
Aktualisiert am 17.02.2026 – 07:58 UhrLesedauer: 1 Min.
In Köln brennen am Veilchendienstag traditionsgemäß wieder Strohpuppen. Ein alter Brauch besagt, dass so die Sünden, die an Karneval begangen wurden, vergeben werden.
Riesige Puppen brennen auf der Straße, rundherum stehen Karnevalisten mit Narrenkappen. Die Bilder von der „Nubbelverbrennung“ sorgen am Aschermittwoch bei allen Nicht-Karnevalisten für Fragen. Was soll das? Und warum verhalten sich die Rheinländer so seltsam?
Unterschieden werden muss zwischen der „Nubbelverbrennung“ in Köln und der Beerdigung des sogenannten Hoppeditz in Düsseldorf. In beiden Karnevalshochburgen handelt es sich um große Strohpuppen, die letztlich beide verbrannt werden. In Düsseldorf wird die Puppe allerdings anschließend noch zu Grabe getragen und ersteht am 11.11. wieder auf, beim sogenannten „Hoppeditzerwachen“.
Beide Puppen helfen den Karnevalisten, die großen und kleinen Sünden, die sie im Karneval begangen haben, zu vergessen. Der Nubbel wird für alle Sünden verantwortlich gemacht und nach der Verlesung einer Anklageschrift verbrannt.
Neben den beiden Karnevalshochburgen Düsseldorf und Köln wird die Tradition auch in anderen Städten in NRW gepflegt. In Jülich schmeißt man den „Lazarus Strohmanus“ in den Fluss, im Ruhrgebiet wird der „Bacchus“ beerdigt.










