Phänomen „Schneenase“

Hund hat plötzlich eine helle Nase? Was dahintersteckt


19.02.2026 – 16:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Husky im Schnee mit heller Nase. Bei der Rasse tritt die Schneenase recht oft auf. (Quelle: IMAGO/KATAMOUNT/imago)

Die Nasen vieler Hunde verändern im Winter ihre Farbe und werden heller. Was steckt hinter dem Phänomen der sogenannten Schneenase?

Die meisten Hunde haben dunkle Nasen – viele sind schwarz, einige dunkel- bis hellbraun. Doch manchmal verfärben sich die Nasen im Winter plötzlich, werden heller und teils sogar rosa: Viele Hundebesitzer erschrecken, wenn sich die Farbe der Hundenase verändert. Ist das ein Anzeichen für etwas Ernstes?

In vielen Fällen gibt es eine harmlose Erklärung: die sogenannte Schneenase, auch Winternase genannt. Dabei handelt es sich um eine saisonale Pigmentveränderung, die vor allem in der dunklen Jahreszeit auftritt und sich meist von selbst wieder zurückbildet.

Von einer Schneenase sprechen Fachleute, wenn sich die normalerweise dunkle Nase eines Hundes vorübergehend aufhellt. Statt tiefschwarz erscheint sie bräunlich, fleischfarben oder rosa. Wichtig: Die Oberfläche bleibt dabei glatt und feucht. Es bilden sich keine Krusten, Risse oder Schwellungen.

Das Phänomen tritt hauptsächlich in den Herbst- und Wintermonaten auf. Im Frühjahr dunkelt die Nase bei vielen Hunden wieder nach. Deshalb wird auch von einer Winternase gesprochen.

Besonders häufig betroffen sind laut Experten bestimmte Rassen, etwa Labrador Retriever, Golden Retriever, Siberian Huskys oder Berner Sennenhunde. Grundsätzlich kann die Pigmentveränderung jedoch bei verschiedenen Hunden auftreten.

Als Hauptursache gilt der Lichtmangel in der dunklen Jahreszeit. Die Farbe der Hundenase wird durch das Pigment Melanin bestimmt. Produziert der Körper weniger davon, hellt sich die Nase auf.

Warum genau die Melaninproduktion im Winter bei manchen Hunden zurückgeht, ist nicht abschließend geklärt. Fachleute vermuten einen Zusammenhang mit der geringeren Tageslichtdauer und hormonellen Veränderungen. Mit zunehmendem Licht im Frühjahr normalisiert sich die Pigmentbildung häufig wieder und die Nase wird dunkler.

Ein weitverbreiteter Irrtum: Kälte oder Schnee selbst lösen die Schneenase aus. Entscheidend ist offenbar nicht die Temperatur, sondern das fehlende Licht.

In den meisten Fällen ist die Schneenase rein kosmetischer Natur. Der Hund hat keine Schmerzen, sein Geruchssinn bleibt unbeeinträchtigt, und auch das Allgemeinbefinden ändert sich nicht.

Dennoch sollten Halter die Nase im Blick behalten. Ein Tierarztbesuch ist ratsam, wenn:

Dann könnten andere Ursachen wie Entzündungen, Autoimmunerkrankungen oder Verletzungen dahinterstecken.

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