Abgasfrei fahren?
Immer mehr E-Autos haben einen Verbrenner
27.03.2026 – 14:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Totgeglaubte Technik feiert ein Comeback: Vor allem aus China drängen E-Autos mit Reichweitenverlängerer nach Europa. Wie das System funktioniert, warum es die Angst vorm Liegenbleiben nimmt und wo die Haken liegen.
Die Technik galt in Europa bereits als überwunden. Doch was Pioniere wie der BMW i3 vor Jahren begannen, kommt nun zurück auf die Straßen: das Elektroauto mit Range Extender. Ist der eingebaute Stromgenerator die lang ersehnte Antwort auf die ewige Reichweitenangst oder nur ein teurer Umweg?
Der Reichweitenverlängerer ist ein kleiner Verbrennungsmotor, der im Elektroauto als Notstromaggregat fungiert. Technisch unterscheidet er sich von gängigen Plug-in-Hybriden. Denn der Verbrennungsantrieb setzt nicht die Räder in Bewegung. Er treibt stattdessen einen Generator an, der Strom erzeugt, sobald die Batterieladung zur Neige geht oder zusätzliche Energie benötigt wird. Das Fahrzeug wird weiterhin allein durch den Elektromotor angetrieben.
Das Konzept, das in Europa bereits durch frühere Elektroautos bekannt wurde, erlebt eine Renaissance. Die Gründe für das Comeback sind pragmatisch:
Trotz des praktischen Nutzwerts gilt der Range Extender als Übergangstechnologie mit systembedingten Schwächen:
Am Ende bleibt der Range Extender ein technologischer Kompromiss. Er ist die pragmatische Antwort für alle, die elektrisch fahren wollen, aber der Ladeinfrastruktur noch nicht trauen. Doch die Uhr tickt: Mit jeder neuen Batterie-Generation, die schneller lädt und weiter kommt, verliert das Notstromaggregat an Bedeutung. Und das könnte auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt gelten.










