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Home » Warum der Flugmodus allein nicht reicht
Leben

Warum der Flugmodus allein nicht reicht

MitarbeiterBy MitarbeiterJanuar 11, 2026
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Warum der Flugmodus allein nicht reicht

Flugmodus ist nicht genug

Deshalb sollten Sie das Handy nachts ganz ausschalten


11.01.2026 – 14:54 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Ein letzter Blick aufs Smartphone: Nachts sollte das Gerät komplett ausgeschaltet werden (Symbolbild). (Quelle: AndreyPopov/getty-images-bilder)

Das Smartphone beherrscht heutzutage das Leben vieler Menschen. In der Nacht sollte es jedoch keine Rolle spielen – der Erholung wegen.

Man kennt es: Am Ende des Tages fällt man hundemüde ins Bett, daddelt dann aber doch noch auf dem Smartphone herum und ist womöglich wieder hellwach. Auch morgens fällt der erste Blick wieder auf den kleinen Kasten. Dass dieses Verhalten nicht ratsam ist, sagt einem der kluge Menschenverstand.

Tatsächlich gibt es viele triftige Gründe, das Smartphone nachts in den Flugmodus zu versetzen. Am besten schaltet man es aber einfach über Nacht ganz ab. Dabei geht es weniger um Sorgen wie eine etwaige Strahlenbelastung, als ganz konkret um die Auswirkungen auf Schlaf, Gesundheit und Wohlbefinden.

Wer das Smartphone komplett ausschaltet, trennt es vollständig von allen Funkverbindungen und beendet sämtliche Hintergrundprozesse. Im Flugmodus hingegen bleiben viele Funktionen aktiv: Wecker, Uhrzeit, teils auch Apps. Mobilfunk, WLAN und Bluetooth sind zwar deaktiviert, das Smartphone selbst aber nicht.

Nachtmodus (oder auch Schlummerfunktion) ist ein Betriebsmodus für Benachrichtigungen und Displayverhalten, nicht für Funkverbindungen. Er schaltet nicht die Funkmodule aus, sondern dämpft oder blockiert akustische, visuelle und haptische Störungen (z. B. Töne, Vibrationen und aufleuchtende Displays) während bestimmter Zeitfenster

Für den Schlaf bedeutet das: Alle Varianten reduzieren Störungen deutlich. Das Ausschalten geht allerdings einen Schritt weiter.

Studien zeigen, dass die Nutzung von Bildschirmen am Abend das Einschlafen erschwert. Das blaue Licht hemmt die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin, der Körper bleibt länger im Wachmodus. Zusätzlich sorgen eingehende Nachrichten, Vibrationen oder das bloße Wissen um neue Benachrichtigungen auf dem Smartphone für eine unterschwellige Unruhe. Wer das Handy nachts vom Netz nimmt, schläft oft schneller ein und ruhiger durch.

Ob Smartphone-Strahlung schadet, ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Behörden wie das Bundesamt für Strahlenschutz sehen derzeit keine nachgewiesene Gesundheitsgefahr. Dennoch empfehlen Experten das Abschalten. Im Flugmodus sinkt die Funkstrahlung deutlich, beim Ausschalten verschwindet sie komplett. Wer das Handy direkt neben dem Kopf, zum Beispiel auf einem Nachttisch, liegen hat, kann so zumindest unnötige Belastung vermeiden.

Nicht zu unterschätzen ist der mentale Effekt. Ist das Smartphone ausgeschaltet oder im Flugmodus, sinkt die Versuchung, nachts „nur kurz“ noch einmal aufs Display zu schauen. Das erleichtert das Abschalten im Kopf und kann Stress reduzieren. Studien zur problematischen Smartphone-Nutzung zeigen, dass ständige Erreichbarkeit mit innerer Unruhe, Schlafproblemen und Konzentrationsschwierigkeiten zusammenhängt.

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