Sein Boom scheint unaufhaltbar
Dieser Fahrzeugtyp spaltet Deutschland
Aktualisiert am 23.02.2026 – 10:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Die einen halten sie für sichere Familienautos, die anderen für unnötige Spritfresser. Eine neue Umfrage zeigt: Deutschland ist beim SUV tief gespalten.
Kaum ein Fahrzeug polarisiert so sehr wie das SUV. Einerseits gelten sie als praktische Alleskönner mit Platz, Übersicht und Komfort. Andererseits sind sie als schwere Stadtpanzer verschrien, die zu viel Platz beanspruchen und der Umwelt schaden. Und ihre Fahrer gelten als wilde Punktesammler.
Eine neue Umfrage zeigt nun, wie tief die Kluft tatsächlich ist – und warum die Autos trotzdem immer beliebter werden.
Laut der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sehen 31 Prozent der Erwachsenen in Deutschland SUVs positiv, ebenso viele negativ. Dabei unterscheiden sich Männer und Frauen kaum.
Die Generationen unterscheiden sich jedoch sehr wohl: Während Gen Z und Millennials SUVs eher positiv gegenüberstehen, sind die Babyboomer und die ältere Generation deutlich kritischer.
Besonders beliebt sind SUV bei Familien mit Kindern und bei Besserverdienern. Außerdem überwiegt in Ostdeutschland die Zustimmung (35 zu 23 Prozent), während im Westen die Ablehnung knapp überwiegt (33 zu 30 Prozent).
Im Jahr 2013 führte das Kraftfahrt-Bundesamt in seiner Statistik erstmals ein eigenes SUV-Segment ein. Der Marktanteil lag damals bei 8,3 Prozent. 2019 verdrängten SUVs mit 21,1 Prozent die Kompaktklasse von Platz eins. Heute ist fast jedes dritte neu zugelassene Auto in Deutschland ein SUV.
Dabei ist SUV nicht gleich SUV. Manche sind leichter und kürzer als ein Golf, zum Beispiel der VW T-Cross. Große Geländewagen hingegen werden beim KBA gar nicht als SUV geführt, prägen aber das Klischee vom Stadtpanzer.
Was Befürworter schätzen: 50 Prozent nennen die höhere Sitzposition, 36 Prozent den Platz für Familie und Gepäck und 34 Prozent den Komfort. 30 Prozent nennen die Sicherheit bei schwierigen Straßenverhältnissen. Status und Image spielen mit 8 Prozent überraschend selten eine Rolle.











