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Home » Warum Cashback zu Bargeld-Mangel führen könnte
Wirtschaft

Warum Cashback zu Bargeld-Mangel führen könnte

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 7, 2026
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Warum Cashback zu Bargeld-Mangel führen könnte

Cashback wird immer beliebter

Droht ein Bargeldengpass in Supermärkten?


Aktualisiert am 07.05.2026 – 17:19 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Supermarktkasse mit Euro-Scheinen: Zu viel Cashback leert die Kassen der Einzelhändler und kann zu einem Bargeldmangel führen. (Quelle: pixinoo)

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Zahlen mit Karte, Bargeld gleich mitnehmen: Was für Kunden bequem ist, bringt Händler unter Druck. Warum der Trend zur Kassenabhebung zum Risiko wird.

Inzwischen wandert rund jeder sechste in bar umgesetzte Euro im Einzelhandel zurück in die Portemonnaies der Kundschaft. Grund ist der sogenannte Cashback-Service – also die Möglichkeit, sich beim Bezahlen Bargeld auszahlen zu lassen, ohne einen Geldautomaten aufsuchen zu müssen.

Was praktisch klingt, entwickelt sich für viele Händler zum Problem. Denn ein wachsender Teil des Bargelds verlässt direkt wieder die Kasse, berichtet die „Lebensmittel Zeitung“. Doch dieser Trend bringt das System ins Wanken. Immer öfter reicht das Bargeld in den Kassen nicht mehr aus, kritisiert Horst Rüter vom Handelsforschungsinstitut EHI. Damit könnte der Einzelhandel vor einem echten Versorgungsproblem stehen.

Weniger Bargeld, mehr Abhebungen: Kasse wird zur Bank

Eine aktuelle Erhebung des EHI zeigt, dass der Anteil der Kundinnen und Kunden, die ihre Einkäufe mit Scheinen und Münzen bezahlen, sinkt. Parallel dazu boomt ein anderer Trend: Bargeldauszahlungen direkt an der Kasse, auch Point of Sale (PoS) genannt, haben sich versiebenfacht. „Die Entwicklung ist dynamisch“, erklärte Rüter beim Payment-Kongress in Bonn und stellte aktuelle Zahlen aus der Payment-Studie vor.

Kundinnen und Kunden, die Cashback in Anspruch genommen haben, ließen sich zuletzt im Schnitt 99,33 Euro pro Einkauf auszahlen. Der Anteil der Bargeldauszahlungen am gesamten Einzelhandelsumsatz stieg auf 5,2 Prozent (2024: 4,8 Prozent). Bezogen auf den Bargeldumsatz bedeutet das: 16,7 Prozent fließen direkt wieder aus den Kassen zurück an die Kundschaft (Vorjahr: 14 Prozent).

  • Insider verrät: So teuer wird Bezahlen, falls eine Kartenzahlpflicht kommt
  • Geldautomaten verschwinden: Warum die Bargeldversorgung immer schwieriger wird

Für Händler hat das gleich zwei Folgen. Erstens müssen sie mehr Bargeld bereithalten, um die Nachfrage zu bedienen. Zweitens entstehen zusätzliche Kosten. Für jede Auszahlung zahlen Händler laut EHI Gebühren zwischen 0,1 und 0,2 Prozent des Betrags. Insgesamt summierten sich diese Kosten 2025 auf 21,6 Millionen Euro – ein Plus von 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Auswirkungen spüren viele Unternehmen bereits im Alltag. Laut Rüter musste jedes zwölfte Unternehmen die Bargeldausgabe deutlich einschränken. Etwa die Hälfte der Händler setzt zumindest zeitweise Limits, etwa am frühen Morgen. Bargeld gezielt zuzukaufen, lehnen viele ab. Rüter stellt klar: „Es ist nicht die Aufgabe des Handels, mit Geld zu handeln.“

Bargeld unter Druck: Verbraucherschützer schlagen Alarm

Die Entwicklung könnte sich weiter verschärfen. Denn der Anteil der Barzahlungen sinkt kontinuierlich. Laut EHI fiel er von 33,8 Prozent im Jahr 2024 auf 32,3 Prozent im vergangenen Jahr. Gleichzeitig wuchs der Kartenanteil von 63,5 auf 65,1 Prozent.

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