Zu viel Apple, Microsoft und Co.
Warum kleinere Unternehmen jetzt ins Depot gehören
30.10.2025Lesedauer: 4 Min.

Die „Glorreichen Sieben“ dominieren nicht nur die Schlagzeilen, sondern auch die Depots. Doch jenseits der Tech-Riesen warten Chancen, die kaum jemand nutzt.
Nvidia, Amazon, Tesla, Apple und Microsoft: Kaum ein deutsches Depot kommt ohne sie aus. Fünf der größten US-Techkonzerne zählen laut einer Auswertung der Handelsplattform eToro zu den meistgehaltenen Einzelaktien deutscher Anleger. Damit zeigt sich ein klarer Trend: Viele setzen auf die Schwergewichte aus dem Silicon Valley und konzentrieren ihr Geld damit auf wenige Milliardenriesen.
Das bringt zwar glänzende Renditen, wenn die Kurse steigen, erhöht aber zugleich das Risiko, wenn sich die Stimmung dreht. Denn wer fast ausschließlich auf die großen US-Konzerne setzt, lässt andere Chancen an der Börse ungenutzt. Könnte gerade das der Fehler sein, den viele Anleger in ihren Depots übersehen?
Die „Glorreichen Sieben“, also Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet, Meta, Tesla und Nvidia, bestimmen auch die großen Weltindizes wie den MSCI World, der für viele Anleger als Basisinvestment dient. Wer in entsprechende ETFs investiert, hält diese Schwergewichte automatisch im Depot.
Viele Privatanleger verstärken dieses ohnehin hohe Gewicht zusätzlich, indem sie die Tech-Titel noch einmal als Einzelwerte kaufen.
Vor diesem Hintergrund seien gelegentliche Gewinnmitnahmen oder eine vorsichtige Reduzierung einzelner Positionen durchaus nachvollziehbar, sagt eToro-Marktanalyst Maximilian Wienke.
Auf breiter Ebene bleibt das Engagement deutscher Anleger bei den großen Technologiekonzernen jedoch hoch. „Die Summen, die derzeit in Künstliche Intelligenz fließen, sind gigantisch und befeuern die Kursfantasien rund um die großen Tech-Unternehmen“, sagt Wienke. Ob sich diese Investitionen tatsächlich in dauerhaft profitables Wachstum übersetzen lassen, werde sich jedoch erst in den kommenden Jahren zeigen.
Ganz ohne deutsche Beteiligung ist die Liste der beliebtesten Aktien aber nicht. Unter den zehn meistgehaltenen Einzeltiteln finden sich auch drei heimische Werte: Rheinmetall, Bayer und die Lufthansa. Die beiden Letztgenannten galten lange als chronische Underperformer, konnten jedoch seit Jahresbeginn spürbar Boden gutmachen.











