Fluten in Australien
Warnung vor unsichtbarer Gefahr im Wasser
09.03.2026 – 07:58 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Katherine River steht so hoch wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Tausend Menschen müssen fliehen – und die Retter warnen vor einer zusätzlichen Gefahr.
Nach Überschwemmungen im Norden Australiens haben die Behörden die Bevölkerung am Montag eindringlich davor gewarnt, sich wegen zahlreicher Krokodile in Flüsse oder überflutete Gebiete zu begeben. Die Tiere sind bei Hochwasser besonders aktiv. „Es gibt absolut überall Krokodile“, warnte Einsatzleiter Shaun Gill. „Wir haben Berichte von Menschen, die in Flüssen schwimmen. Bitte tun Sie das nicht“, appellierte er. Die Rettungseinsätze seien ohnehin schon schwierig.
Über das Wochenende waren aufgrund der Überflutungen rund 1.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden, hieß es weiter. Der Katherine River im Northern Territory soll einen Pegelstand von fast 20 Metern erreicht haben – einen Wert, den die Region zuletzt bei Überschwemmungen im Jahr 1998 verzeichnet hatte.
Unter den Evakuierten seien auch Patienten und Personal des örtlichen Krankenhauses gewesen. Sie seien in die Provinzhauptstadt Darwin verlegt worden, hieß es weiter. Bewohner abgelegener Gemeinden sollen mit Flugzeugen und Hubschraubern in Sicherheit gebracht worden sein.
Die Stadt Katherine liegt in der Nähe des Nitmiluk-Nationalparks mit den Schluchten von Katherine Gorge – ein Ziel für Touristen aus aller Welt, die die Region per Boot oder Kajak erkunden. Das Northern Territory ist aber auch bekannt für seine gefährliche Tierwelt: Neben Salzwasserkrokodilen leben dort giftige Schlangen und Spinnen.
