Unterschätzte Gefahr
Smartphones im Badezimmer: Das kann tödlich enden
Aktualisiert am 26.05.2026 – 03:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Darf das Handy oder Tablet mit in die Badewanne? Die Antwort: Kommt darauf an. Tabu ist das vor allem, wenn das Gerät zum Laden am Netz hängt.
Es kann so schön sein: das wohltuende Bad nach einem stressigen Arbeits- oder Schultag. Wenn dabei noch die Lieblingsserie läuft – umso besser. Das entspannende Bad kann aber schnell zur tödlichen Gefahr werden, wenn dabei eine wichtige Regel bei der Nutzung von Elektrogeräten nicht beachtet wird.
Diese lautet, dass ans Stromnetz angeschlossene Geräte nichts in der Nähe einer Badewanne zu suchen haben. Dazu gehören nicht nur der Fön oder Heizlüfter, sondern auch Smartphones, Tablets und Laptops. Denn auch bei den modernen mobilen Geräten droht ein lebensgefährlicher Stromschlag, wenn diese am Ladegerät angeschlossen sind.

Wie die Handelskrankenkasse mit Sitz in Bremen berichtet, kann es bei einem solchen Vorfall zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommen, weil der Strom durch den Körper des Badenden einfach weiter fließt. Andere Quellen berichten von Krämpfen bei vollem Bewusstsein, die dem Tod auf dem elektrischen Stuhl ähneln.
Immer wieder kommt es zu tödlichen Badeunfällen mit Strom
Dass solche Fälle nicht ausgedacht sind, zeigen Berichte von Unfällen im Zusammenhang mit ladenden Smartphones oder Tablets und der Badewanne. 2017 starb eine 14-Jährige im US-Bundesstaat New Mexico, deren ans Stromnetz angeschlossenes Smartphone ins Wasser fiel.
Um der Gefahr eines tödlichen Stromunfalls vorzubeugen, sollte ein sogenannter Fehlerstromschutzschalter, kurz: FI-Schalter, im Haus oder der Wohnung installiert sein. Dadurch können die Risiken eines solchen Unfalls zwar verhindert werden. Ein Restrisiko bleibt jedoch bestehen. Denn auch ein solcher FI-Schalter schützt nicht immer vor einem Stromschlag beim Baden.

Der Grund: „Inzwischen sind fast alle Badewannen aus Kunststoff, Acryl oder emailliertem Stahl. Auch die Abflussrohre bestehen aus Kunststoff, sind somit nicht leitfähig. Eine Erdung bleibt hier wirkungslos. Der FI-Schalter funktioniert dann nicht“, erklärte Klaus Kreß vom Prüf- und Zertifizierungsinstitut VDE auf Anfrage von t-online. Mehr zum Thema, warum der FI-Schalter wichtig ist, lesen Sie hier.
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