Expertentipps

Steinschlag: Wann die Windschutzscheibe repariert werden kann


Aktualisiert am 25.02.2026 – 14:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Mann mit defekter Windschutzscheibe: Ein Steinschlag fordert dringende Reparaturen. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer/imago)

Ein kleiner Einschlag kann schnell zum Problem werden. Mit den richtigen Schritten lässt sich ein Steinschlag provisorisch reparieren und die Scheibe retten.

Ein kurzer Knall, ein kleiner Punkt im Glas – mehr scheint zunächst nicht passiert zu sein. Doch aus einem Steinschlag kann schnell ein Riss werden. Wer richtig reagiert, hat gute Chancen, die Windschutzscheibe zu erhalten. Entscheidend sind die ersten Schritte nach dem Einschlag und eine realistische Einschätzung des Schadens.

Nicht jeder Steinschlag bedeutet das Aus für die Scheibe. Ob eine Reparatur möglich ist, hängt vor allem von Lage und Größe des Steinschlags ab.

Der Schaden darf sich nicht im direkten Sichtfeld befinden, das etwa der Fläche eines DIN-A4-Blatts vor dem Fahrer entspricht. Zudem muss er mindestens zehn Zentimeter vom Scheibenrand entfernt liegen und kleiner als fünf Millimeter sein. Beschädigt sein darf nur die äußere Glasschicht.

Nach dem Schaden ist vor allem wichtig, Schmutz und Feuchtigkeit fernzuhalten. Beides kann eine spätere Reparatur unmöglich machen. Spezielle Steinschlagpflaster, transparente Aufkleber oder ein Stück Folie schützen die Stelle vorerst. Wichtig ist, dass die Sicht nicht beeinträchtigt wird. Große Temperaturschwankungen sollten vermieden werden, da sie Risse vergrößern können.

Auch kleine Steinschläge können sich ausweiten. Erschütterungen, Schlaglöcher oder Temperaturwechsel setzen dem Glas zu. Breitet sich ein Riss aus, liegt der Steinschlag im Sichtfeld oder ist die innere Folie beschädigt, bleibt meist nur der Austausch. Wer frühzeitig einen Autoglasbetrieb aufsucht, erhöht die Chance, dass der Schaden noch repariert werden kann.

In modernen Fahrzeugen erschwert zusätzlich verbaute Technik die Situation. Kameras für Assistenzsysteme sitzen häufig hinter der Frontscheibe und müssen nach einem Austausch neu kalibriert werden.

Zahlt kein Verursacher, springt in der Regel die Teilkaskoversicherung ein. Sie übernimmt den Austausch der Scheibe abzüglich der vereinbarten Selbstbeteiligung. Die Kosten variieren stark. Bei kleinen Fahrzeugen liegen sie oft im mittleren dreistelligen Bereich, bei Modellen mit Assistenzsystemen deutlich höher.

Spätestens bei der Hauptuntersuchung rückt ein Steinschlag wieder in den Fokus. Liegt der Schaden ungünstig oder hat sich ein Riss gebildet, gilt das als erheblicher Mangel und kann die Prüfplakette verhindern. Wer früh handelt, schützt nicht nur die Scheibe, sondern vermeidet auch unnötigen Zeitdruck vor dem TÜV.

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