Winterbeginn in Niedersachsen

Dann fällt in Braunschweig normalerweise der erste Schnee

Aktualisiert am 09.10.2026 – 14:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Schnee im Stadion an der Hamburger Straße (Archivbild): Langjährige Wetterdaten geben Aufschluss darüber, wann die winterliche Zeit gewöhnlich beginnt. (Quelle: imago sportfotodienst/imago)

Zwischen Braunschweig und dem Brocken liegen beim Winterbeginn oft Wochen. Historische Messungen und neue Prognosen zeigen die Unterschiede.

Wenn im Herbst die Temperaturen sinken, rückt auch der erste Schnee näher. Doch wann wird es in Braunschweig normalerweise weiß? Historische Wetterdaten geben darauf eine Orientierung. Der Winter beginnt in der Stadt allerdings deutlich später als auf den Gipfeln des nahen Harzes.

Nach einer langjährigen Untersuchung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fällt der erste Schnee im niedersächsischen Tiefland typischerweise um den Monatswechsel von November zu Dezember. Für Hannover nennt der Wetterdienst in einer älteren Auswertung den 7. Dezember als durchschnittlichen Zeitpunkt des ersten Schneefalls. Der Wert ist kein eigener Braunschweiger Stationsdurchschnitt, bietet aber einen regionalen Anhaltspunkt.

Dabei ist zwischen einzelnen Schneeflocken und einer geschlossenen Schneedecke zu unterscheiden. Gerade im November kann es kurz schneien, ohne dass der Schnee auf Straßen und Wiesen liegen bleibt.

Auf dem Brocken beginnt der Winter deutlich früher

Wer von Braunschweig aus in den Harz fährt, kann den ersten Schnee häufig wesentlich früher erleben. Auf dem 1.141 Meter hohen Brocken beginnt die Schneesaison gewöhnlich bereits im Herbst.

Nach einer Auswertung von DWD-Stationsdaten durch das Wetterportal WFY24 lag der mittlere erste Tag mit einer mindestens einen Zentimeter hohen Schneedecke auf dem Brocken in den vergangenen 30 Wintersaisons (1996 bis 2025) am 30. Oktober.

Das passt zur älteren klimatologischen Einordnung des DWD: Für die höchsten Mittelgebirgslagen nennt der Wetterdienst Ende Oktober bis Anfang November als üblichen Beginn der Schneedeckenzeit. Eine Garantie für eine verschneite Wanderung ist das nicht. Einzelne Schneefälle können rasch wieder tauen.

Wie sich die Winter im Harz verändern, zeigen weitere Messdaten. Nach Angaben des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt lag auf dem Brocken zwischen 1961 und 1990 durchschnittlich an 152 Tagen im Jahr mindestens 20 Zentimeter Schnee. Im Vergleichszeitraum 1991 bis 2019 waren es nur noch 127 Tage.

Die Zahlen beschreiben allerdings die Dauer einer stärkeren Schneedecke, nicht den Zeitpunkt des ersten Schneefalls.

Winter auf dem Brocken (Archivbild): In den Hochlagen des Harzes setzt die Schneesaison häufig deutlich früher ein als in Braunschweig. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Hans-Peter Kliesch/imago)

In Braunschweig lagen sogar 36 Zentimeter Schnee

Auch die Löwenstadt kennt ausgesprochen schneereiche Winter. Die Messreihe der Braunschweiger Wetterstation reicht bis 1961 zurück. Ihren höchsten Schneewert erreichte sie am 18. Februar 1979: Damals wurden 36 Zentimeter gemessen.

Zuletzt zeigte der Winter 2025/26, dass auch heute noch längere Schneephasen möglich sind. Im Januar 2026 verzeichnete die Station 18 Tage mit messbarer Schneedecke. Am 10. Januar lag der Schnee 15 Zentimeter hoch. Im Februar kamen sieben weitere Schneedeckentage hinzu.

Zum Vergleich: In der Klimaperiode von 1991 bis 2020 wurden an der Station im Januar durchschnittlich rund sechs und im Februar rund fünf Schneedeckentage registriert.

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