Riesiger Andrang und lange Warteschlangen prägen die Situation vor dem Zeiss-Großplanetarium in Berlin am späten Mittwochnachmittag.
Vor dem heutigen Maximum der partiellen Sonnenfinsternis haben sich auf dem Gelände im Prenzlauer Berg große Menschenmengen versammelt. Grund für den Ansturm ist die dort stattfindende „Lange Nacht der Astronomie“, die von 17.00 bis 01.00 Uhr geöffnet ist. Die Archenhold-Sternwarte sowie die Wilhelm-Foerster-Sternwarte bleiben am heutigen Mittwoch geschlossen.
Unter den Wartenden herrscht eine gemischte Atmosphäre. Neben der Vorfreude auf das astronomische Ereignis kommt es aufgrund der langen Wartezeiten, der sommerlichen Temperaturen und des begrenzten Brillen-Kontingents vereinzelt zu Drängeleien und verbalen Auseinandersetzungen in der Schlange.
Die Ausgabe der kostenlosen Sonnenfinsternisbrillen hat plangemäß um 17:00 Uhr hinter dem Gebäude begonnen. Sie erfolgt ausschließlich, solange der Vorrat reicht.
Urlaubsinsel trifft Vorsichtsmaßnahmen
Spanien erlebt eine totale Sonnenfinsternis – und im ganzen Land sind Millionen Menschen auf den Beinen. Die Behörden in Spanien rüsten sich für einen riesigen Ansturm angesichts der erwarteten totalen Sonnenfinsternis am Mittwochabend. Allein auf der Urlaubsinsel Mallorca werden einem Bericht des „Mallorca Magazins“ zufolge Tausende Besucher und Touristen erwartet. Weshalb die Urlaubsinsel nun Vorsichtsmaßnahmen trifft.
TV-Sender ändern ihr Programm
Für das seltene Naturereignis ändert das ZDF sein Abendprogramm zur besten Sendezeit. Die Trödelshow „Bares für Rares XXL“ wird gegen 20.25 Uhr für rund zehn Minuten unterbrochen. Der Grund: Auf Mallorca verdeckt der Mond gegen 20.31 Uhr – kurz vor Sonnenuntergang – die Sonne vollständig. Für dieses Spektakel schaltet das ZDF live auf die Urlaubsinsel. Auch RTL, n-tv und Welt passen ihr Abendprogramm an.
Probleme bei der Stromversorgung? Das sagen die Netzbetreiber
Wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt, wird das Sonnenlicht vorübergehend reduziert. Das bedeutet, dass Solaranlagen kurzzeitig nur wenig oder mancherorts gar keinen Strom produzieren können. Laut den Übertragungsnetzbetreibern in Deutschland soll das aber nicht zu Problemen bei der Stromversorgung führen. Denn die Sonnenfinsternis findet in Deutschland in den frühen Abendstunden, etwa ab 19 Uhr, statt. Da sie zudem nur partiell ist, nimmt die Einspeisung aus Photovoltaikanlagen zu diesem Zeitpunkt etwas früher ab als an einem gewöhnlichen Sommerabend. Wie viel weniger Sonnenstrom dann eingespeist wird, hängt von den Wetterbedingungen ab. Bei einem wolkenlosen Himmel verringert sich die Einspeisung aus Solaranlagen laut Prognosen der Übertragungsnetzbetreiber um bis zu zwei Gigawatt (GW). Im Vergleich zur installierten PV-Leistung von über 120 Gigawatt ist das ein sehr geringer Wert. Die Stromversorgung ist daher nicht gefährdet.










