Natur pur

Traumhafte Wanderungen quer durch Österreich


Aktualisiert am 03.06.2026 – 07:18 UhrLesedauer: 3 Min.

Zireiner See in Tirol: Der Weg dorthin gehört zu den anspruchsvolleren Wanderungen. (Quelle: berni0004@yahoo.com via imago-im/imago)

Blühende Wiesen, klare Bergluft und spektakuläre Aussichten: Diese fünf Wanderrouten machen Lust auf Österreichs Natur.

Österreich ist ein traumhaftes Reiseziel, besonders im Frühling. Dann sind die Temperaturen noch angenehm mild, sodass sich die vielfältigen Landschaften besonders gut zu Fuß erkunden lassen. Mit etwas Glück begegnen Wandernde dabei auch spannenden Tieren. Diese fünf Touren zeigen ganz unterschiedliche Seiten unserer südlichen Nachbarn.

Molln: Das Naturjuwel in der Steyrschlucht

In der Steyrschlucht bei Molln in Oberösterreich wartet ein besonderes Naturschauspiel: die Rinnende Mauer. Aus der Felswand tritt an vielen Stellen Wasser aus und rieselt wie ein feiner Sprühregen in die Schlucht. Dadurch entsteht eine fast märchenhafte Kulisse aus Moosen, Farnen und sattgrünem Bewuchs.

Der Rundweg ist etwa sieben Kilometer lang und eignet sich gut für eine abwechslungsreiche Frühlingswanderung. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da die Wege stellenweise feucht und rutschig sein können. Besonders schön ist die Tour nach regenreichen Tagen, wenn mehr Wasser aus der Wand tritt. Bei starkem Regen oder Hochwasser sollte die Schlucht jedoch gemieden werden.

Scharten: Blühende Obstbäume säumen den Weg

Auch diese Wanderung führt nach Oberösterreich: In Scharten verläuft die rund elf Kilometer lange Tour durch den Naturpark „Obst-Hügel-Land“. Besonders im Frühling ist die Strecke ein Highlight, wenn Kirsch-, Apfel- und Birnbäume blühen und die Hügellandschaft in Weiß- und Rosatönen leuchtet.

Unterwegs lohnt sich ein Blick auf die regionalen Höfe und Hofläden. Viele Betriebe bieten je nach Saison frisches Obst, Säfte, Most oder andere Spezialitäten aus der Region an. Für die Tour empfiehlt sich etwas Zeit zum Einkehren oder Einkaufen. Wer die volle Blüte erleben möchte, sollte vorab prüfen, wann die Obstblüte in Scharten voraussichtlich ihren Höhepunkt erreicht.

Hainburg: Wandern mit Blick auf Seeadler und Donau-Auen

Im Nationalpark Donau-Auen erstreckt sich ein weitläufiges Wegenetz mit unterschiedlichen Routen durch Auwälder, Wiesen und Flusslandschaften. Besonders reizvoll ist die Gegend rund um Hainburg, wo sich die Donau-Auen von einer sehr naturnahen Seite zeigen.

Für Natur- und Vogelbegeisterte lohnt sich die Wanderung besonders: Mit etwas Glück lassen sich Seeadler, Reiher, Eisvögel und andere Wasservögel beobachten. Ein Fernglas gehört deshalb unbedingt in den Rucksack. Wichtig ist außerdem, auf den markierten Wegen zu bleiben, um die empfindlichen Lebensräume nicht zu stören. Für ruhige Beobachtungen sind die frühen Morgenstunden oft die beste Zeit.

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Rofangebirge: Zum blauen Auge Tirols

Mit knapp 15 Kilometern ist die Wanderung zum Zireiner See vergleichsweise lang und deutlich anspruchsvoller als die anderen Touren. Dafür führt sie zu einem der schönsten Bergseen Tirols: Der See liegt auf über 1.800 Metern Höhe, umgeben von den Gipfeln des Rofangebirges.

Wegen seiner runden Form und des klaren, tiefblauen Wassers wird der Zireiner See auch das „blaue Auge des Rofan“ genannt. Gerade im Frühling sollten Wandernde jedoch vorab die Bedingungen prüfen: In höheren Lagen kann noch Schnee liegen und der Weg kann matschig oder rutschig sein. Gute Wanderschuhe, ausreichend Proviant und eine realistische Einschätzung der eigenen Kondition sind hier besonders wichtig.

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