Schutzzonen für Tiere respektieren

Bis zu 50.000 Euro Strafe: Wer hier falsch wandert, zahlt kräftig


Aktualisiert am 25.05.2026 – 07:58 UhrLesedauer: 3 Min.

Mit Raureif bedeckt: Der Wanderweg entlang der Mörschieder Burr im Nationalpark Hunsrück-Hochwald. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Angelika Schmelzer)

Wer gerne wandert und die Natur liebt, der will sie auch schützen. Vor allem in Nationalparks ist das ein Muss – wer sich hier nicht an die Regeln hält, muss mit hohen Strafen rechnen.

Wer in den Nationalparks Deutschlands und Österreichs wandern geht, erlebt einzigartige Naturlandschaften – von den Küsten des Wattenmeeres über die sanften Hügel der Mittelgebirge bis hin zu den Gipfeln der Hochgebirge. Um diese empfindlichen Ökosysteme zu schützen und ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur zu gewährleisten, gelten spezifische Verhaltensregeln, die je nach Landschaftstyp variieren können.

Das gilt allgemein und immer

Unabhängig von der Natur des Nationalparks sollten Wanderer stets folgende Grundsätze beachten:

  • Auf den Wegen bleiben: Das Verlassen der markierten Pfade kann die empfindliche Vegetation schädigen und Tiere stören.
  • Müll mitnehmen: Jeglicher Abfall sollte wieder mitgenommen und ordnungsgemäß entsorgt werden, um die Natur sauber zu halten.
  • Hunde anleinen: Hunde müssen stets an der Leine geführt werden, um Wildtiere nicht zu beunruhigen.
  • Kein Feuer entzünden: Offenes Feuer und Rauchen sind in vielen Nationalparks verboten, da sie ein erhebliches Brandrisiko darstellen.
  • Ruhig verhalten: Laute Geräusche können Tiere verschrecken und andere Besucher stören.
  • Lesen Sie auch: Die richtige Wanderausrüstung – was nicht fehlen darf
Der Nationalpark Harz im Winter: Füttern Sie keine Wildtiere. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Daniel Kühne/imago)

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Spezielle Hinweise für verschiedene Landschaftstypen

Wattenmeer und Dünenlandschaften

In Küstenregionen wie dem Nationalpark Wattenmeer ist besondere Vorsicht geboten. Hier sind Besucher angehalten, die verschiedenen Schutzzonen unbedingt zu respektieren. So sind hier einige Bereiche für Besucher absolut tabu. Sie sind gesperrt, damit Vögel brüten oder rasten können. Schilder weisen auf solche Zonen hin.

Für Menschen kann das Wattenmeer aufgrund der rasch wechselnden Gezeiten schnell gefährlich werden. Wattwanderungen sollten deshalb idealerweise mit erfahrenen Führern unternommen werden.

Viele Dünenlandschaften sind mit Holzstegen ausgestattet, um Landschaft und Vegetation zu schützen, Besuchern aber dennoch ein tolles Erlebnis bieten zu können. Verlassen Sie diese Stege nicht.

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Mittelgebirge und Hochgebirge

In bergigen Regionen gelten zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen:

  • Wetterbedingungen beachten: Das Wetter kann schnell umschlagen. Informieren Sie sich vor der Wanderung über die aktuelle Wetterlage und brechen Sie Touren bei unsicheren Bedingungen rechtzeitig ab.
  • Trittsicherheit und Ausrüstung: Einige Pfade können anspruchsvoll sein. Stellen Sie sicher, dass Sie über geeignetes Schuhwerk und Ausrüstung verfügen.
  • Wildtiere nicht füttern: Begegnen Sie Wildtieren mit Respekt und halten Sie Abstand. Das Füttern ist untersagt, da es das natürliche Verhalten der Tiere beeinträchtigt.
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