Rätsel nach 34 Jahren gelöst
Wanderer macht Fund im Gletschereis der Schweiz
Aktualisiert am 20.08.2026 – 18:29 UhrLesedauer: 2 Min.
34 Jahre lang fehlt von zwei belgischen Bergsteigern jede Spur. Dann entdeckt ein Wanderer Überreste im schmelzenden Eis eines Gletschers in der Schweiz – ein DNA-Abgleich bringt Gewissheit.
Mehr als drei Jahrzehnte gelten zwei belgische Bergsteiger in den Schweizer Alpen als vermisst. Nun hat das Eis ihre sterblichen Überreste freigegeben. Ein Wanderer entdeckte sie am 26. Juli auf dem Triftgletscher im Kanton Wallis. Nach Angaben der Kantonspolizei waren die Körper durch das Abschmelzen des Gletschers zum Vorschein gekommen.
Daraufhin wurde eine Bergungsaktion organisiert. Die Überreste wurden anschließend in das Institut für Rechtsmedizin des Spitals Wallis in Sitten gebracht.
DNA bringt nach 34 Jahren Gewissheit
Die Untersuchung brachte schließlich Klarheit über die Identität der Toten. Durch einen direkten Vergleich der DNA-Profile konnte nach Angaben der Kantonspolizei zweifelsfrei festgestellt werden, dass es sich um zwei belgische Bergsteiger handelt, die seit 1992 in der Region Weissmies als vermisst galten.
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Die Männer waren zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 39 und 41 Jahre alt. Rund 34 Jahre später wurden ihre sterblichen Überreste nun aus dem Eis geborgen.
Gletscher in der Schweiz schmelzen – und geben Leichen frei
Solche Funde sind in den Alpen kein Einzelfall. Nach Angaben der Kantonspolizei Wallis kommen durch den Rückgang der Gletscher immer wieder sterbliche Überreste von Menschen zum Vorschein, die bereits vor mehreren Jahrzehnten in den Bergen verschwunden sind.
Die Polizei führt eine Liste vermisster Personen, in der Meldungen bis ins Jahr 1925 zurückreichen. Dabei handelt es sich vor allem um Menschen, die im Hochgebirge sowie in Flüssen und anderen Gewässern verschwunden sind.
