Unglück auf Bauernhof
Vier Kinder verlieren ihren Vater – „Unfassbar“
20.04.2026 – 17:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein vierfacher Vater wird auf seinem landwirtschaftlichen Anwesen vermisst. Als Taucher in eine Güllegrube steigen, herrscht Gewissheit.
Im oberbayerischen Walpertskirchen ist ein 45 Jahre alter Landwirt tot aus einer Güllegrube geborgen worden. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann am Sonntagvormittag als vermisst gemeldet worden.
Gleichzeitig sei Zeugen ein offenstehender Schachtdeckel zu einer Güllegrube aufgefallen, hieß es weiter. Erste Suchmaßnahmen, bei denen auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz kam, verliefen den Angaben zufolge ohne Ergebnis. Schließlich betraten Taucher die Güllegrube – und entdeckten am Nachmittag den leblosen Körper des 45-Jährigen.
Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen laut Polizei nicht vor, die Ermittler gehen demnach von einem „Betriebsunfall“ aus. Der Leichnam des Mannes solle obduziert werden.
Der Bürgermeister der 2.000-Einwohner-Gemeinde Walpertskirchen im Landkreis Erding, Franz Hörmann, sagte laut „Merkur“ bei der Jahreshauptversammlung eines örtlichen Sportvereins: „Es ist heute schwer, sich auf das Thema Sport zu konzentrieren, wenn vier Kinder ihren Vater verlieren. Meine Gedanken sind bei der Familie.“ Das Geschehen sei „unfassbar“, so Hörmann laut dem Bericht.
Der örtliche Feuerwehrkommandant Fabian Fellermeier lobte laut „Merkur“ die Hilfe benachbarter Feuerwehren. Diese hätten geholfen, die Güllegrube weitgehend leerzupumpen. Aus Sicherheitsgründen sei auch ein Fachberater für Biogasanlagen vor Ort gewesen.
In einer Güllegrube kann man schnell sterben, weil dort die hochkonzentrierten Gase erst zu Bewusstlosigkeit und dann zu einer tödlichen Vergiftung führen können. Die Gase können innerhalb von Sekunden bis wenigen Minuten einen Atemstillstand auslösen.










