DFB-Pokal-Tumulte

Trainer verweigert den Handschlag: „Bin kein Heuchler“

22.08.2026 – 13:14 UhrLesedauer: 2 Min.

Rui Mota: Der Portugiese steht seit diesem Sommer bei Waldhof Mannheim unter Vertrag. (Quelle: IMAGO/Oliver Zimmermann/imago)

Nach dem Pokal-Derby zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern verweigert Trainer Rui Mota seinem Kollegen den Handschlag. Auf der Pressekonferenz erklärt er den Grund.

Das emotionale Südwest-Derby des DFB-Pokals hat Waldhof Mannheim gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 0:1 nach Verlängerung verloren. Das Spiel im Carl-Benz-Stadion verursachte jedoch aufgrund der 30-minütigen Unterbrechung mitsamt Platzsturm und Polizeieinsatz mächtig Wirbel. Und auch die Trainer waren sich überhaupt nicht einig. So verweigerte Waldhof-Trainer Rui Mota FCK-Coach Torsten Lieberknecht nach dem Abpfiff den Handschlag – und begründete das öffentlich mit einem Vorwurf gegen seinen Kollegen.

Nach dem Last-Minute-Siegtreffer in der Verlängerung war Lieberknecht auf Mota zugegangen und hatte ihm die Hand entgegengestreckt. Mota ging verbal auf ihn los. Auf der Pressekonferenz erklärte der Waldhof-Trainer: „Du musst dich auch während des Spiels benehmen. Danach braucht man mir nicht kommen mit ‚gut gespielt, wir haben gewonnen‘. Ich habe keine zwei Gesichter, nur eines. Ich respektiere jeden. Ich treibe mein Team auch an, und die andere Seite macht das auch. Aber jemanden zu bedrohen, das ist nicht der Weg.“ Er sei „kein Heuchler“ und habe Lieberknecht nicht die Hand schütteln wollen, „nur weil es nett vor den Kameras“ aussehe.

Details zu dem Vorwurf nannte Mota nicht. FCK-Trainer Lieberknecht saß ebenfalls auf dem Podium, äußerte sich zu dem Vorfall aber nicht, sondern macht lediglich einen verwunderten Gesichtsausdruck.

Bereits vor dem Handschlag-Eklat war die Lage im Stadion eskaliert. Nach einer Rudelbildung zwischen den Spielern hatten FCK-Anhänger Feuerwerkskörper in den Sitzplatzbereich geschossen. Daraufhin stürmten einige Mannheimer Fans auf den Platz. Berittene Polizisten mussten einschreiten, um die Lage zu beruhigen – zeitweise drohte ein Spielabbruch.

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