Experte: Klares Nein zu Euthanasie
Angesprochen auf den möglicherweise qualvollen Tod des Buckelwals erklärte der Experte Burkard Baschek bei der Pressekonferenz am frühen Nachmittag, dass Euthanasie kategorisch ausgeschlossen werde. Die künstliche Herbeiführung des Todes des Wals würde sowohl für das Tier als auch für die Helfer ein erhebliches Risiko bedeuten.
Pläne für Obduktion von Timmy stehen schon fest
Till Backhaus, der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, erklärte bei der Pressekonferenz, dass es bereits Pläne für die Zeit nach dem Ableben des Wals gebe. Das Tier soll demnach in das Meeresmuseum nach Stralsund gebracht werden. Dort soll der Buckelwal obduziert werden, um Rückschlüsse auf die Todesursache des Tieres zu bekommen.
Burkard Baschek vom Meeresmuseum betonte, dass bisher vollkommen unklar sei, an welchen Krankheiten das Tier leide. Um vollkommene Transparenz zu gewährleisten, soll die Untersuchung des toten Tieres von externen Experten durchgeführt werden.
Experte: Wal wird sterben
Bei einer Pressekonferenz zur Lage des gestrandeten Buckelwals, die am Mittwoch um 13 Uhr startete, betonte der Walexperte Burkard Baschek vom Meeresmuseum: „Wir gehen fest davon aus, dass das Tier dort verstirbt.“ Der Gesundheitszustand des Tieres sei schlecht, außerdem werde der Wasserspiegel in den kommenden Stunden weiter sinken. Weitere Rettungsversuche wären „Tierquälerei“.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sprach bei der Pressekonferenz von einem „emotionalen Tag“. Auch internationale Experten hätten ihnen beglaubigt, dass die Rettungsstrategie der Helfer „mustergültig“ gewesen sei und es keine weiteren Möglichkeiten gebe. Backhaus erklärte: Der Wal „hat seine Chance gehabt“.
Ausflugsschiff dringt wohl in Wal-Bucht ein
Wie der „Focus“ meldet, ist zwischenzeitlich ein Ausflugsschiff in die Kirchsee gefahren und hat sich offenbar dem gestrandeten Buckelwal genähert. Auf dem Schiff sollen sich demnach Passagiere befunden haben.
Wie mehrere Medien berichten, hatte die Polizei zuvor begonnen, das Ufer vor der Insel Poel zu räumen. Presse und Schaulustige sollen mehr Abstand zu dem Tier einhalten – wohl damit der Wal vollkommene Ruhe hat und Kraft für einen weiteren Rettungsversuch tanken kann.
„Er bläst Fontänen aus“
Auch Mitarbeiter von Greenpeace, die am Morgen zu dem von den Medien Timmy getauften Buckelwal herausgefahren waren, beschreiben den Wal als aktiv. Eine Sprecherin der Organisation erklärte t-online: „Er bläst Fontänen aus und bewegt sich leicht.“ Ob eine weitere Rettungsaktion geplant ist, ist noch nicht bekannt. „Die beteiligten Akteure wollen darüber um 13 Uhr in einer Pressekonferenz informieren“, so die Sprecherin.
