Gegen 9 Uhr verließ er den Lastkahn
Wal in Freiheit – Timmy ist im offenen Meer
Aktualisiert am 02.05.2026 – 09:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Wochenlang beschäftigt das Schicksal von Buckelwal Timmy Deutschland. Jetzt ist das Tier frei.
Buckelwal Timmy ist nach Angaben aus dem Team der verantwortlichen Privatinitiative in der Nordsee freigesetzt worden. Auch die Bilder des Livestream-Anbieters News5 zeigen, dass der Wal den Lastkahn verlassen hat. Der Konvoi, der das Tier transportiert hat, befand sich zu dem Zeitpunkt etwa 70 Kilometer von der dänischen Stadt Skagen entfernt.
Der Wal sei gegen 9 Uhr nicht mehr im Lastkahn gewesen, sagte ein Teammitglied. Auf Livebildern von News5 ist zu sehen, wie ein Buckelwal an der Meeresoberfläche schwimmt – und offenbar eine Fontäne ausstößt. Ob es sich dabei um das freigesetzte Tier handelt, ließ sich nicht sagen.
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Bevor das Tier freigesetzt wurde, soll ein GPS-Sender an ihm angebracht worden sein. Durch das Gerät soll beobachtet werden, wohin sich Timmy bewegt. Noch ist allerdings unklar, ob es den Helfern gelang, den Peilsender an den Wal anzubringen. Auch ist nicht sicher, ob der Tracker auch unter Wasser zuverlässig Daten liefert. Ein erster Wal-Tracker konnte offenbar nur geortet werden, wenn sich der Wal an der Meeresoberfläche befindet.
Wal-Experten betonen, dass der Wal auch trotz der Freisetzung noch nicht gerettet ist. Experte Fabian Ritter erklärte etwa, dass es fraglich sei, ob Timmy nach der langen Liegezeit noch schwimmen und tauchen könne. Zudem sei nicht sicher, ob der Wal noch in der Lage ist, sich zu ernähren.
Die Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) betonte, dass von einer Rettung erst dann gesprochen werden könne, wenn sich das Tier wieder im Nordatlantik befindet – und dort auch langfristig, bei einem deutlich verbesserten Gesundheitszustand, überlebt. Laut Experten ist es ebenso gut möglich, dass das geschwächte Tier wieder gezielt zur Küste schwimmt.
Wal-Experten schätzen, dass der Buckelwal zwischen vier und sechs Jahre alt ist. Das Tier wurde Anfang März zum ersten Mal in der Ostsee gesichtet, in den folgenden Wochen strandete es wiederholt im Flachwasser. Am Dienstag wurde Timmy schließlich von einer privat finanzierten Rettungsinitiative in einen Lastkahn bugsiert – und in den folgenden Tagen in Richtung Nordsee transportiert.











