Bei der Wahl in Baden-Württemberg wird sich erweisen, wie tief die Enttäuschung in einem strukturell konservativen Landstrich sitzen könnte, dass die Kraft dieser Regierung bislang nicht ausgereicht hat, die lahmende Konjunktur wieder in Schwung zu bringen.

Der Politologe Joachim Behnke erklärte in einem Interview mit der „Schwäbischen Zeitung“ über die Wahl in Baden-Württemberg, Hagel habe im direkten Vergleich schlechtere Chancen als der Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir bei der BW-Wahl 2026. „Özdemir ist der ideale Kandidat der Grünen, weil er wie Kretschmann ist. Er kann wirklich als der legitime Erbe von Kretschmann auftreten, was für Wähler wichtig ist, die keine typischen Grünen-Wähler sind“, so der Politikwissenschaftler der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen.

Die CDU habe es vor der BW-Wahl „nicht geschafft, Manuel Hagel als Person stärker zu vermarkten. Er ist zu blass geblieben. Wir wissen, dass ein Großteil der Bevölkerung ihn gar nicht kennt“. Während Cem Özdemir eine lange politische Karriere, unter anderem als Bundesminister für Landwirtschaft, vorzuweisen hat, war Manuel Hagel lange Zeit bei einer Bank beschäftigt und ist deutlich weniger bekannt; das könnte sich auch am Abend der Wahl in Baden-Württemberg in den Ergebnissen niederschlagen.

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