Wahl in Rheinland-Pfalz
SPD-Wähler laufen scharenweise zur CDU über
Aktualisiert am 23.03.2026 – 10:44 UhrLesedauer: 1 Min.
Erstmals seit 1987 hat die CDU eine Landtagswahl in Rheinland-Pfalz gewonnen. Das Ergebnis zeigt die Krise der SPD eindeutig.
Die Wählerwanderung hat die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz maßgeblich geprägt. Laut vorläufigem amtlichem Endergebnis gewann die CDU deutlich Stimmen hinzu, während die SPD im Vergleich zur Wahl 2021 rund zehn Prozentpunkte verlor.
Im Video | Das SPD-Ergebnis ist „nicht nur bitter, sondern desaströs“
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Besonders stark profitierte die CDU von früheren SPD-Wählern. Das geht aus einer Analyse von Infratest dimap hervor. Die Daten beruhen auf Nachwahlbefragungen und sind als Schätzung zu verstehen. Demnach liefen 81.000 Wähler der Sozialdemokraten zur CDU über, die größte Wählerbewegung in diesem Jahr.
Auch die AfD gewann frühere SPD-Wähler hinzu. Damit verlor die SPD Stimmen an zwei politische Konkurrenten zugleich. Für die CDU war dieser Zufluss ein zentraler Faktor für den Wahlerfolg. Zugleich gab die CDU selbst Stimmen an die AfD ab. Sie konnte diese Verluste aber durch Zugewinne von SPD und FDP sowie durch mobilisierte Nichtwähler ausgleichen.
Auffällig ist auch der Blick auf die bisherigen Nichtwähler. Die AfD mobilisierte laut den Daten mehr als 80.000 Menschen aus diesem Lager. Auch die CDU gewann dort hinzu und aktivierte mehr als 30.000 Nichtwähler.
Damit gewann die AfD nicht nur aus den Reihen anderer Parteien, sondern auch außerhalb des bisherigen Wählerpotenzials. Nach den ersten Hochrechnungen konnte sie ihr Ergebnis von 2021 mehr als verdoppeln und erzielte ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Westdeutschland.
