27.03.2026 – 07:00 UhrLesedauer: 1 Min.
Von 300.000 Autos auf fast null: Skoda beendet sein China-Engagement und damit ein milliardenschweres Kapitel der Firmengeschichte. Nun setzt die VW-Tochter auf eine neue Karte.
Skoda beendet sein Engagement auf dem weltgrößten Automarkt: Die tschechische Marke des Volkswagen-Konzerns zieht sich aus China zurück und fokussiert sich stattdessen auf Indien. Bis Mitte 2026 läuft das China-Geschäft aus, wie das Unternehmen bestätigt. Damit reagiert Skoda auf einen dramatischen Absatzrückgang und den zunehmenden Erfolg einheimischer E-Auto-Marken.
In besseren Zeiten verkaufte Skoda in China rund 300.000 Fahrzeuge pro Jahr. Zuletzt waren es nur noch etwa 15.000 Einheiten. Der drastische Rückgang macht das Geschäft unrentabel.
Als Hauptgrund für den Einbruch nennt Skoda den rasanten Wandel hin zur Elektromobilität: Verbrenner-Modelle wie der Octavia und der Superb, die im eigenen Werk in Anting (in der Nähe Shanghais) vom Band laufen, können sich gegen die günstigen und technologisch vernetzten E-Modelle der heimischen Hersteller nicht mehr behaupten.
Mit dem Rückzug verschiebt Skoda seine internationalen Ressourcen. Die neue Strategie konzentriert sich auf Indien und Südostasien. Offenbar mit wachsendem Erfolg: Allein in Indien verzeichnete die Marke zuletzt ein Wachstum von fast 100 Prozent auf rund 70.600 verkaufte Fahrzeuge.
Branchenexperten bewerten den Schritt als notwendige Korrektur, die jedoch Risiken birgt: Zwar stoppt Skoda das finanzielle Ausbluten in China, erhöht damit aber den Erfolgsdruck in anderen Regionen. Da die Marke in den USA nicht vertreten ist, lastet die Zukunft des Unternehmens nun fast ausschließlich auf den Märkten in Europa und Indien.
