Während Mercedes an Boden verliert, gewinnen neue Wettbewerber schnell an Tempo. Marken wie BYD (+1.550 Prozent) und Leapmotor (+486 Prozent) verzeichnen – von niedrigem Niveau kommend – enorme Zuwachsraten. Ihr Ansatz: Um EU-Zölle zu umgehen, bringen sie verstärkt Plug-in-Hybride auf den Markt. Damit setzen sie etablierte Hersteller in einem Segment unter Druck, das bislang als stabil galt.
Auch bei den Antriebsarten verschiebt sich der Markt. Benziner (–14,9 Prozent) und Diesel (–2,4 Prozent) verlieren weiter an Zulassungen. Elektroautos legten hingegen um 28,7 Prozent zu. Doch die Dynamik bleibt begrenzt. Viele Käufer warten auf die neue staatliche Förderung, die erst im Mai starten soll (allerdings rückwirkend bis Januar). Eine Ausnahme bildet Tesla: Der US-Hersteller steigerte seine Verkäufe im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast 60 Prozent.
Trotz des Zuwachses im Februar dämpfen Experten die Erwartungen. Die deutsche Autoproduktion stockt, die Nachfrage aus dem Ausland lässt nach, und die wirtschaftliche Unsicherheit im Inland drückt auf die Kauflust. Für Branchenkenner Constantin Gall von der Beratung EY ist eine echte Trendwende derzeit nicht greifbar.
Der Verdrängungskampf um Marktanteile erreicht damit eine neue Härte – vor allem für Hersteller, die mit ihrem Angebot an den Kunden vorbeifahren. So wie die Stuttgarter Luxusmarke.
Mercedes kämpft nicht mehr um die Spitze. Sondern um den Anschluss.











