VW unter Druck
50.000 Stellen fallen weg – was kommt jetzt?
10.03.2026 – 19:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Deutschlands größter Autobauer geht auf Sparkurs und will massiv Stellen abbauen. Was sind die Gründe?
Der Gewinn des Volkswagenkonzerns brach im vergangenen Jahr um fast die Hälfte ein. Der Nettogewinn sank von 12,4 auf 6,9 Milliarden Euro, wie der Wolfsburger Konzern am Dienstag mitteilte. Das bedeutet einen Rückgang um 44,3 Prozent. Es handelt sich dabei um das niedrigste Ergebnis seit der Dieselskandal-Krise im Jahr 2016.
Auch für 2026 sind die Prognosen eher düster. Für das Jahr 2026 rechnet der Konzern zunächst mit 4,0 bis 5,5 Prozent Rendite. Was sind die Gründe für diesen Gewinneinbruch und wie will der Konzern jetzt vorgehen? t-online beantwortet die wichtigsten Fragen.
„Das Jahr 2025 war geprägt von geopolitischen Spannungen, Zöllen und hoher Wettbewerbsintensität“, sagte Finanzvorstand Arno Antlitz. Die Sonderbelastungen bei Porsche kosteten 4,7 Milliarden Euro, hinzu kamen die US-Zölle mit 2,9 Milliarden. Im Gesamtjahr verwies der Konzern auf Sonderkosten von 8,8 Milliarden Euro.
In Nordamerika verkaufte VW im vergangenen Jahr zwölf Prozent weniger Fahrzeuge. In China ging der Absatz um sechs Prozent zurück.
China ist für Volkswagen der wichtigste Einzelmarkt im Konzern. In Spitzenjahren steuerte das Geschäft mehr als fünf Milliarden Euro zum Gesamtgewinn bei. In China muss das Unternehmen den Anschluss an die heimische Konkurrenz bei Elektroautos finden und setzt darauf, den Rückgang mit neuen, lokal entwickelten und produzierten Fahrzeugen zu verringern.
Auch das Exportgeschäft aus Europa leidet unter hohen Kosten. Auf dem europäischen Markt sind die Margen vor allem bei Elektroautos unter Druck, vor allem wegen des harten Wettbewerbs durch chinesische Anbieter.
