„Können einiges lernen“
VW-Chef: Chinesische Planwirtschaft als Vorbild
22.03.2026 – 11:29 UhrLesedauer: 1 Min.
Soll China als Vorbild für Deutschland dienen? Laut dem VW-Chef schon. Er sieht Vorteile in der Planwirtschaft.
VW-Chef Oliver Blume sieht in der staatlich gelenkten Wirtschaft in China ein Vorbild für Deutschland. „Die Chinesen gehen sehr planerisch vor mit sogenannten Fünfjahresplänen und haben dort auch klare Prioritäten“, sagte er der „Bild am Sonntag“. „Das ist optimal durchstrukturiert. Und was wir in China sehr positiv erleben, ist eine hohe Disziplin und Leistungsbereitschaft, die Themen umzusetzen.“
Es lohne der Blick über den eigenen Gartenzaun. „Zu schauen, wie es andere Länder machen, und in China können wir dort auch einiges lernen, wie das Land sich entwickelt hat“, sagte Blume.
Die Europäische Union führt dagegen den Erfolg der chinesischen Automobilindustrie in Europa auch auf staatliche Subventionen und damit Wettbewerbsverzerrung zurück. Der Staatenbund hat deswegen im Oktober 2024 Einfuhrzölle auf Elektroautos aus China in Kraft gesetzt. Anfang 2026 hat die EU-Kommission nachgelegt und Mindestpreise für chinesische E-Autos vorgeschlagen.
Mit Blick auf den „Autogipfel“ von Bundeskanzler Friedrich Merz sagte der VW-Chef: „Jetzt wird es entscheidend sein, zügig zu entscheiden und hinter die jeweiligen Themen einen konkreten Plan zur Umsetzung zu machen.“ Es müsse gemessen werden, wie man dabei vorankomme. „Jetzt hoffe ich stark darauf, dass wir dort Tempo aufnehmen.“










