Konzernboss macht Ankündigung
In diesem VW-Werk könnten bald Militärfahrzeuge gebaut werden
28.04.2026 – 18:01 UhrLesedauer: 1 Min.
VW plant offenbar eine neue Richtung für sein Werk in Osnabrück. Ab 2027 könnten dort Militärfahrzeuge entstehen.
Volkswagen-Chef Oliver Blume hat neue Details zum Umbau des Konzerns genannt. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung sagte er, VW müsse wegen sinkender Absatzperspektiven und hoher Kosten weiter sparen. Der Konzern rechne künftig mit rund neun Millionen verkauften Fahrzeugen pro Jahr. Es gebe daher weiter eine Million „an Überkapazitäten“.
Für das Werk Osnabrück prüft VW eine neue Nutzung. Dort sollen ab 2027 keine Fahrzeuge des Konzerns mehr gebaut werden. Man sei „in intensiven Gesprächen mit Unternehmen der Verteidigungsbranche“, sagte Blume. Er sei „sehr zuversichtlich“, dass es noch in diesem Jahr eine Entscheidung gebe.
Auf die Frage, ob Volkswagen künftig Waffen produzieren werde, antwortete Blume: „Wir werden keine Waffen produzieren.“ Möglich seien aber „Fahrzeuge für den militärischen Transport“. Auch „Verteidigungssysteme“ könnten eine Richtung sein, sagte der VW-Chef. Von Panzern rede man nicht.
Blume begründete die Gespräche auch politisch: Es gebe „einen klaren Auftrag der Bundesregierung, unser Land verteidigungsfähig zu machen“. VW könne mit seinem Know-how in Automatisierung und Produktion einen Beitrag leisten.
Zugleich kündigte Blume weitere Kostensenkungen an. VW wolle bei den Kosten „noch mal um 30 Prozent besser werden“. Bei der Qualität werde man aber nicht sparen. Der Konzern steht vor einem tiefen Umbau: Bis 2030 sollen Zehntausende Stellen wegfallen.










