Verbraucherzentrale warnt

Der Run auf WM-Trikots hat eine Schattenseite


27.05.2026 – 19:00 UhrLesedauer: 2 Min.

WM-Trikots an einem Marktstand (Symbolbild): Rund um die Fußball-WM 2026 warnen Verbraucherschützer vor Fake-Shops und gefälschten Fanartikeln im Internet. (Quelle: IMAGO/Sudipta Das/imago)

Zur Fußball-WM suchen viele Fans nach günstigen Trikots und Fanartikeln im Netz. Doch beim vermeintlichen Schnäppchen kann der Ärger schnell größer werden als die Vorfreude aufs Turnier.

Der Hype um WM-Trikots ist schon Wochen vor dem Turnier groß. Viele Fans suchen derzeit online nach günstigen Fanartikeln und Sonderangeboten. Genau das nutzen laut der Verbraucherzentrale Hamburg zunehmend auch Betrüger und dubiose Shops aus.

Besonders bei auffallend günstigen Angeboten aus Nicht-EU-Ländern sei Vorsicht geboten, teilten die Verbraucherschützer mit. Käufer erhielten dort entweder gar keine Ware oder qualitativ schlechte Fälschungen. Teilweise könnten die Produkte sogar schadstoffbelastet sein.

Vorsicht bei vermeintlichen Schnäppchen

Viele Verbraucher gingen davon aus, dass Produkte im Online-Handel grundlegende europäische Sicherheitsstandards erfüllen. Das sei bei manchen Direktversendern aus dem Nicht-EU-Ausland jedoch nicht der Fall. Rücksendungen oder Reklamationen seien häufig kaum möglich.

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Auch Begriffe wie „Authentic“, „Player Version“ oder „Match Version“ seien kein verlässlicher Hinweis auf Originalware. Häufig handle es sich stattdessen um Plagiate bekannter Hersteller. Werden solche Fälschungen beim Zoll entdeckt, könnten sie vernichtet werden.

Die Verbraucherzentrale nennt unter anderem die Shops „fatooball.com“, „trikotfc.com“ und „gojersey.co“ als problematische Beispiele. Auffällig seien oft fehlende oder unvollständige Impressen. „Hat der Anbieter keinen Sitz in der EU und ist auch kein verantwortlicher Ansprechpartner innerhalb der EU benannt, steigt das Risiko erheblich“, sagte Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Fußball-Trikots in einem Lager (Symbolbild): Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor dubiosen Online-Shops und minderwertigen Fälschungen zur WM 2026. (Quelle: Pius Koller/imago)

Verbraucherschützer geben klare Empfehlung

Verbraucherschützer raten deshalb dazu, vor einer Bestellung Anbieter, Impressum und Zahlungsmöglichkeiten genau zu prüfen. Besonders vorsichtig sollten Käufer bei Shops sein, die ausschließlich Vorkasse anbieten.

Wer bereits auf einen Fake-Shop hereingefallen ist, sollte sich möglichst schnell an seine Bank wenden. Bei Lastschriften oder Kreditkartenzahlungen seien teilweise Rückbuchungen möglich. Außerdem empfiehlt die Verbraucherzentrale eine Anzeige bei der Polizei.

Die Fußball-WM 2026 findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt. Deutschland startet am 14. Juni gegen Curaçao ins Turnier.

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