Das Publikum wurde also befragt, Rothfuchs folgte der Bordeaux-Bordelaise-Empfehlung des Studiopublikums – und behielt Recht. Auch bei der 8.000-Euro-Frage hatte der Student so seine Probleme: Es ging um die von der WHO empfohlene Stillzeit von Säuglingen. Rothfuchs fragte nach einigem Grübeln seinen Telefonjoker, den TV-Journalisten und Arzt Christoph Specht. Doch auch Specht war sich nicht so ganz sicher, tippte sechs Wochen und ließ Rothfuchs genauso ratlos zurück wie zuvor.

Also musste auch das Publikum dem Kölner Single, mittlerweile sichtlich gestresst, unter die Arme greifen. Einige Frauen wussten aber beruhigenden, mütterlichen Rat. Eine Studio-Zuschauerin riet zu den sechs Monaten, so habe sie es bei ihrem Nachwuchs auch gelöst. „Wir glauben ihr definitiv“, beschloss Rothfuchs und rettete sich so eine Runde weiter. Jauch, routinierter Familienvater, erklärte Rothfuchs: „Nach sechs Monaten gibt’s auch schon mal ein Breichen.“

Damit war Rothfuchs nun aber Joker, und damit auch etwas hilflos bei Jauch unterwegs. Die Frage nach einer Promi-Ehe von Jana Ina und Giovanni Zarella, für 16.000 Euro, beantwortete er plötzlich bemerkenswert angstfrei: „Für mich wären auch 500 Euro viel. Ich hab’ eh kein Geld, eigentlich ist mir Geld bummsegal.“

Dann ging es um 32.000 Euro und die Frage, wovon es nicht mehr als 21 Millionen geben darf. Rothfuchs war unschlüssig und beschied: „In unserer Branche sieht’s mit Jobs nicht so gut aus. Mit 16.000 Euro kann ich ein paar Monate gut überbrücken.“ Seine spaßeshalber noch getippte Antwort „Bitcoins“ wäre im Übrigen richtig gewesen.

Nach der Ausstrahlung der Sendung sprach Rothfuchs, der seinen Kollegen der Kölner Lokalredaktion von t-online seinen zweiten Auftritt bei Jauch verheimlicht hatte, dann doch noch mit der Redaktion: „Nachdem die Szene mit mir 2022 so viral gegangen war, hatte ich den Ansporn, es noch einmal zu versuchen. Ums Geld ging es mir dabei wirklich nicht. Ich wollte einfach zeigen, dass ich eine Grundschule besucht habe und auch etwas draufhabe.“

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