Nach Nagelsmanns Vertrauensvorschuss

Causa Goretzka: Das sagt Bayern-Trainer Kompany


05.03.2026 – 16:58 UhrLesedauer: 3 Min.

Bundestrainer Nagelsmann (li.) und Goretzka im November 2023 beim Länderspiel in Österreich: Rückholaktion?

Julian Nagelsmann (l.) und Leon Goretzka: Der Bundestrainer will bei der WM auf den Bayern-Star setzen. (Quelle: IMAGO/Ulrich Hufnagel/imago-images-bilder)

Auch Bayern-Coach Vincent Kompany hat sich jetzt zu den Aussagen von Bundestrainer Nagelsmann zu Goretzka geäußert. Der Fall polarisiert weiter.

Vincent Kompany wusste, dass diese Frage auf ihn zukommen würde. Der vermeintliche Freifahrtschein, den Bundestrainer Julian Nagelsmann Mittelfeldspieler Leon Goretzka mit Blick auf die WM am Montag in einem Interview gegeben hatte, war schließlich das bestimmende Thema dieser Woche.

Bis zur Spieltagspressekonferenz am Donnerstagvormittag vor dem Auftritt der Bayern am Freitag gegen Gladbach (20.30 Uhr im Liveticker bei t-online) hatte Kompany nun genug Zeit, sich auf sein Statement zur Causa Goretzka vorzubereiten. Als er dann schließlich erwartungsgemäß auch darum gebeten wurde, sagte er: „Bei mir wären alle Bayernspieler in der Nationalmannschaft gesetzt. Also kann ich auch nicht gegen diese Aussage sein.“

Konkret hatte Nagelsmann sich im „Kicker“ folgendermaßen geäußert: „Stand jetzt wird Leon Goretzka, trotz weniger Spielzeit bei Bayern, gute Chancen haben, zu spielen und eine ähnliche Rolle zu haben wie in der WM-Quali.“

Kompany betonte, dass es seine Rolle als Bayern-Trainer sei, sich darauf zu fokussieren, „was wir im Verein erreichen können“. Dass er dabei „unseren Jungs vertraue, ist 100 Prozent sicher“, so der Belgier weiter.

„Und wie Julian für seine Mannschaft kommuniziert, ist auch völlig normal. Das ist sein ‚prerogativ'“, befand er in einem Mix aus Deutsch und einem englischen Wort. Als Bayern-Pressesprecher Dieter Nickles ihm das auf Nachfrage mit „Priorität“ ins Deutsche übersetzte, war Kompany damit noch nicht ganz zufrieden.

„Das ist das eine, aber ‚prerogative‘ bedeutet noch etwas anderes“, beharrte er. Nämlich Vorrecht oder auch Privileg, was Kompany wohl eigentlich ausdrücken wollte. Kompany erklärte es abschließend noch mal mit seinen Worten: „Er darf das für sich entscheiden.“ Genau wie es wiederum Kompanys Vorrecht und Privileg als Bayern-Trainer ist, über solche Angelegenheiten beim Rekordmeister zu befinden.

Dabei fiel die Entscheidung zuletzt immer häufiger gegen Goretzka aus. In den vergangenen sieben Pflichtspielen der Münchner stand der 31-Jährige nur einmal in der Startelf und wurde dreimal gar nicht eingesetzt. Goretzkas Rolle bei Kompany beschränkt sich mittlerweile nur noch maximal auf Kurzeinsätze.

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