Video kursiert im Internet

Mädchen-Gang demütigt Zwölfjährige auf Nachhauseweg


Aktualisiert am 19.03.2026 – 15:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Yorckstraße in Leipzig (Archivbild): Hier sollen vier Jugendliche eine Schülerin überfallen haben. (Quelle: Screenshot Google Maps)

Vier Mädchen haben es offenbar auf eine Schülerin abgesehen. Sie attackieren ihr Opfer – und filmen die brutalen Szenen.

In Leipzig löst eine brutale Attacke auf eine Schülerin Entsetzen aus. Ein Video der Tat kursiert in den sozialen Medien, wie „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) und „Bild“-Zeitung am Donnerstag berichteten.

Am 3. März sei die zwölfjährige Schülerin auf dem Nachhauseweg von vier Jugendlichen geschlagen worden, teilte die Polizei mit. In dem Video ist laut „LVZ“ und „Bild“ zu sehen, wie die Zwölfjährige von vier älteren Mädchen gezwungen wird, sich hinzuknien. Dann sollen die Peiniger der Zwölfjährigen insgesamt sechsmal nacheinander auf die Wange geschlagen haben. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, Gewaltdarstellung und Nötigung.

Der Vater des Mädchens sagte der „LVZ“: „Für unsere zwölfjährige Tochter stellt die Verbreitung einer solchen Gewalttat eine enorme psychische Belastung dar.“ Sie sei „eingeschüchtert und gedemütigt“ worden. Seine Tochter weine seit dem Vorfall sehr viel und habe große Angst, in die Schule zu gehen. Ab sofort gehe sie nur noch in Begleitung zur Schule und werde auch wieder abgeholt. Auch körperlich hatte der Übergriff Konsequenzen: Die Zwölfjährige erlitt laut ihrem Vater eine Prellung des linken Jochbeins.

Zu den Hintergründen der Tat gab es zunächst keine offiziellen Informationen. Der „Bild“-Zeitung sagte der Vater jedoch, dass eine der 14 bis 15 Jahre alten Täterinnen wohl immer wieder andere Kinder „abziehe“. Davor habe seine Tochter andere Kinder warnen wollen. Den Überfall sehe er als einen Racheakt. „Sie sollte sich auf Knien entschuldigen und fing sich die Schläge ein“, sagte er. Außerdem sollen die Mädchen seiner Tochter gedroht haben, nicht die Polizei zu rufen.

Die mutmaßlichen Täterinnen und das Opfer gehen zwar nicht auf dieselbe Schule. Dennoch kursieren Videos von der Tat offenbar auch im Klassenverbund. Das Landesamt für Schule und Bildung teilte „Bild“ mit: „In Rücksprache mit der betroffenen Schülerin wurde mit den Lernenden der Klasse gearbeitet, da diese bereits Kenntnis von der medialen Verbreitung des Videos hatten.“

Ziel sei, die Schüler zu sensibilisieren, „dass diese Handlungen einerseits strafrechtlich verfolgt werden und andererseits eine Meldung bei Begegnung mit diesen Dingen zwingend erfolgen muss, um die betroffenen Personen zu schützen“.

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