Entlang der Ostseeküste ist ein äußerst seltenes Wetterphänomen aufgetreten, das die Aufmerksamkeit von Anwohnern und Wissenschaftlern auf sich gezogen hat. Ungewöhnliche Winterbedingungen führten zur Bildung von Toros, Eiskämmen, die durch Wind und Meeresfluten an Land geschoben wurden. Der Anblick wurde an mehreren Stränden entlang der Weichsel-Nehrung gemeldet.
Toros, manchmal auch Eis-Tsunamis genannt, wurden an Orten wie Mikoszewo und Rewa gesehen. Sie entstehen, wenn sich Eisschollen auf der Meeresoberfläche sammeln und zu platzen beginnen. Temperaturschwankungen, starke Winde und Meeresströmungen treiben das Eis dann an Land, wo es sich entlang der Küste auftürmt.
In Mikoszewo ragten einige Eiskämme über zwei Meter hoch. Die Behörden warnen davor, sie zu besteigen, da das Eis brüchig sein und durch Wellen leicht brechen kann. Obwohl sie auffällig sind, bleiben diese baltischen Toros kleiner als ähnliche Formationen anderswo, die mehrere Meter hoch sein können.
