Die meisten großen Einzelhändler öffneten am 2. Januar wieder, nachdem der Handel am Neujahrstag weitgehend auf kleine lokale Geschäfte beschränkt war. Die Umstellung auf den Euro verlief bislang geordnet. Einen Tag nach dem Beitritt Bulgariens zur Eurozone hatten die Banken die meisten Online- und Mobildienste wieder aufgenommen und viele Geldautomaten gaben bereits Euro-Banknoten aus.

Während des Übergangs sind sowohl der Euro als auch der Lew im Umlauf. Von den Geschäften wird erwartet, dass sie das Wechselgeld in Euro herausgeben, Lew kann jedoch bei Bedarf zurückgegeben werden, was zu unbeschwerten Witzen darüber führt, dass übrig gebliebene Münzen zu Souvenirs werden. Die Käufer sind ruhig geblieben und viele zahlen weiterhin in Lev. Kassensysteme berechnen das Wechselgeld mittlerweile automatisch. Es wurden einige Probleme gemeldet. In Sofia lehnte eine Kassiererin die Zahlung einer großen Lew-Banknote für einen kleinen Einkauf mit der Begründung ab, dass kein Euro-Wechselgeld vorhanden sei.

Banken melden einen starken Anstieg der Einlagen, wobei in den letzten Tagen mehr als eine Milliarde Lew eingesammelt wurden. In Varna beschreiben Kunden einen reibungslosen Wechsel und einen schnellen Service. Auf den bulgarischen Euro-Münzen sind neben den von der EU vorgeschriebenen Designs auch nationale Symbole, darunter die Madonna von Vitosha, abgebildet.

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