Polizei mahnt

Junge Frau vergewaltigt? Fall nimmt brisante Wendung


11.04.2026 – 08:49 UhrLesedauer: 1 Min.

Der Schlosspark in Regensburg (Archivbild): Die Frau gab an, in diesem Bereich vergewaltigt worden zu sein. (Quelle: IMAGO/Schoening/imago-images-bilder)

Eine Frau meldet eine Vergewaltigung in Regensburg, die Polizei leitet intensive Ermittlungen ein, Menschen haben Angst. Jetzt kommt heraus: Alles war ganz anders.

Eine von einer jungen Frau vor knapp zwei Jahren gemeldete Vergewaltigung hat nie stattgefunden. Wie die Polizei in Regensburg am Freitag mitteilte, habe die damals 22-Jährige die Vergewaltigung vorgetäuscht. Gegen sie sei mittlerweile Strafbefehl erlassen.

Die Frau, die im Landkreis Regensburg lebt, muss den Angaben zufolge nun eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zahlen, was drei Nettomonatsgehältern entspricht. Der Strafbefehl sei bereits rechtskräftig, hieß es.

Die Polizei betonte, die Angaben des vermeintlichen Opfers seien falsch gewesen, die Tat habe es „nachweislich“ nicht gegeben. Wieso die junge Frau die Vergewaltigung erfand, blieb unklar. Die Ermittler mahnten: Ermittlungen „binden ein hohes Maß an personellen Ressourcen bei Polizei und Justiz und verursachen beispielsweise durch Laboruntersuchungen hohe Kosten“. Nicht zu unterschätzen seien zudem „die negativen Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung“.

Die junge Frau hatte sich am Abend des 5. Juni 2024 an die Polizei gewandt. Sie gab an, auf dem Nachhauseweg von einer Feier von einem Mann sexuell angegangen worden zu sein. Die 22-Jährige habe sich in ein naheliegendes Universitätsgebäude flüchten können und verständigte später am Abend die Polizei.

Der vermeintliche Tatverdächtige war damals als 1,80 bis 1,90 Meter groß beschrieben worden. Die Polizei bat die Bevölkerung um Hinweise. Die Beamten vernahmen zahlreiche Zeugen und sicherten Spuren.

Share.
Exit mobile version