Bestimmte Marke im Visier
Warnung: Russland greift Internetrouter an
07.04.2026 – 23:08 UhrLesedauer: 1 Min.
Der Verfassungsschutz warnt vor einem Cyberangriff aus Russland. Demnach sollen Putins Schergen es auf kritische digitale Infrastruktur abgesehen haben.
Weil die russische Hacker-Gruppe APT28 bestimmte Internetrouter infiltriert hat, fordert der Verfassungsschutz ausdrücklich zu Vorsichtsmaßnahmen auf. Die Hacker-Gruppe, die dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugerechnet wird, habe weltweit anfällige Internetrouter des Herstellers TP-Link infiltriert, teilte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) am Dienstagabend mit. Ziel sei es, militärische Informationen, Regierungsinformationen oder Informationen über kritische Infrastruktur (KRITIS) zu erhalten. Die Warnung werde zusammen mit Partnerdiensten wie dem BND und dem FBI ausgesprochen.
APT28 wird laut BfV unter anderem für die Cyberangriffe auf den Deutschen Bundestag im Jahr 2015, die Parteizentrale der SPD Anfang 2023 und die Deutsche Flugsicherung im August 2024 verantwortlich gemacht. Die Cyber-Angriffe gelten als Teil der russischen hybriden Kriegsführung gegen europäische Länder. Laut Verfassungsschutz hat
APT28 mehrere Tausend dieser TP-Link-Geräte angegriffen.
In Deutschland seien circa 30 verwundbare Geräte festgestellt worden. Das BfV habe die Betreiber der angegriffenen Router identifiziert und sie seit dem 13. März zusammen mit den Verfassungsschutzbehörden der Länder gewarnt. In einigen Fällen konnte eine Kompromittierung durch APT28 festgestellt werden. Geräte seien ausgetauscht oder gegen Manipulationen präpariert worden.











