„Denke, dass wir das hinbekommen“
Dietl rechnet mit Fortsetzung der grün-roten Koalition
30.03.2026 – 13:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach der OB-Stichwahl zeichnet sich im Münchner Rathaus eine Fortsetzung der grün-roten Koalition ab. Laut SPD-Bürgermeisterin Verena Dietl allerdings nicht um jeden Preis.
Nach der überraschenden Abwahl von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) deutet alles darauf hin, dass die grün-rote Rathauskoalition unter Reiters Nachfolger Dominik Krause (Grüne) fortgesetzt werden könnte. Münchens dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) erklärte der Münchner »Abendzeitung« (AZ): „Ich habe mich mit Dominik Krause seit seiner Wahl ein paar Mal getroffen und ich denke, dass wir das gut hinbekommen.“
Dafür müsse es allerdings ein „Miteinander“ geben. Es gehe nicht, dass nur eine Seite ihre Projekte nach vorn treibe. Dietl räumte ein: „Wir wissen, dass die letzten sechs Jahre der grün-roten Koalition nicht immer astrein gelaufen sind. Jetzt müssen wir glaubhaft machen, wie es besser gelingt.“ Bereits in den vergangenen sechs Jahren hatten die Grünen als stärkste Kraft im Stadtrat mit der SPD koaliert, damals noch unter OB Reiter.
Krause hatte nach seiner Wahl angekündigt, zunächst mit dem bisherigen Koalitionspartner zu sprechen, gleichzeitig aber auch Sondierungen mit der CSU zu prüfen. Dietl betonte in der „AZ“, dass eine Fortsetzung der bisherigen Koalition mit den Grünen, Volt und Rosa Liste kein Selbstläufer sei: „Wenn wir merken, dass wir nicht vorkommen, dann ist es auch immer eine Option, in die Opposition zu gehen.“
Sie selbst wolle in den Verhandlungen eine Führungsrolle einnehmen. „Ich ducke mich nicht weg«, erklärte die 45-Jährige. Krause wird das Amt des Oberbürgermeisters am 1. Mai antreten. Am 11. Mai tritt der neu gewählte Stadtrat zur konstituierenden Sitzung zusammen – spätestens bis dahin soll die Koalition stehen.










