Ausstand bei der KVB
Verdi will auch am Montag streiken
Aktualisiert am 21.03.2026 – 13:58 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Gewerkschaft Verdi erhöht den Druck: Auch am Montag will man an den Betriebshöfen der KVB die Arbeit niederlegen. Welche Auswirkungen das hat.
Kurz vor Beginn der dritten Tarifverhandlungsrunde im kommunalen Nahverkehr verschärft die Gewerkschaft Verdi ihren Arbeitskampf. Für Montag, den 23. März, hat Verdi die Beschäftigten an Kölner Betriebshöfen erneut zu Warnstreiks aufgerufen.
Betroffen ist dann insbesondere der Betriebshof Nord, von dem aus auch der Fahrdienst bestreikt wird. Fahrgäste müssen auf Bus-Linien im linksrheinischen Stadtgebiet mit Einschränkungen rechnen, heißt es von der KVB. Zudem seien Buslinien, die von Subunternehmern betrieben werden, nicht vom Streik betroffen.
Stadtbahnen sollen nicht unmittelbar betroffen sein, jedoch könne es auch hier zu Einschränkungen kommen, so ein KVB-Sprecher. S-Bahnen und Regionalzüge würden weiterhin im Normalbetrieb verkehren, da deren Tarifbereich von dem Konflikt unberührt bleibt. Derzeit erarbeitet die KVB einen Ersatzfahrplan.
Mit den erneuten Arbeitsniederlegungen wollen die Beschäftigten unmittelbar vor den am Dienstag beginnenden Gesprächen Druck auf die Arbeitgeberseite ausüben. Tjark Sauer, Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Köln-Bonn-Leverkusen, sagte am Samstag: „Die Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr verlangen zu Recht Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Diese Forderungen mit dem Vorschlag nach Verschlechterungen zu erwidern oder zu kompensieren, gefährdet die Funktionsfähigkeit des ÖPNV.“
Die Gewerkschaft setzt sich unter anderem für eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich ein. Weiterhin fordert die Gewerkschaft längere Pausenzeiten zwischen Schichten sowie verbesserte Zuschlagsregelungen. Das erklärte Ziel: bessere Arbeitsbedingungen, um den ÖPNV langfristig personell zu stabilisieren.
