VAG betroffen
Verdi-Warnstreik: Drohen schon ab Mittwochabend Ausfälle?
Aktualisiert am 17.03.2026 – 18:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Verdi bestreikt die VAG tagelang. An diesen Tagen stehen Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen wohl weitgehend still.
Der Verdi-Warnstreik trifft den öffentlichen Nahverkehr in Nürnberg drastischer als zunächst angenommen. In der neuesten Mitteilung von Verdi ist von drei verschiedenen Streikzeiträumen die Rede. Am gravierendsten sind die Auswirkungen wohl zwischen Freitag (20. März) und Sonntag.
Dann ruft die Gewerkschaft die Fahrer der Verkehrs-Aktiengesellschaft (VAG) ab 4 Uhr am Morgen für 48 Stunden zum Arbeitskampf auf, heißt es in einer Pressemitteilung. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen könnten damit den kompletten Freitag und Samstag lang im Depot stehen bleiben. Erst am Sonntagmorgen um 4 Uhr endet der Warnstreik.
Am Montag, als der Warnstreik angekündigt wurde, war noch von Donnerstag die Rede. Jetzt soll in drei Stufen gestreikt werden. Den Anfang machen in Nürnberg die Beschäftigten der Buswerkstatt in Schweinau. Diese gehen laut Verdi von Mittwoch, 22 Uhr, bis Freitag, 22 Uhr, in den Ausstand.
Die übrigen Tarifbeschäftigten und Auszubildenden ruft Verdi von Donnerstag, 14 Uhr, bis Samstag, 6 Uhr, zum Arbeitskampf auf. Was die beiden Teil-Warnstreiks konkret für das Angebot der VAG sowie die Fahrgäste bedeuten, ist bislang noch nicht ganz klar. Eine Sprecherin der Verkehrsbetriebe sagte der Nürnberger Redaktion von t-online, dass sie aktuell davon ausgehe, dass zumindest am Donnerstag alle Busse und Bahnen im Normalbetrieb fahren.
Am Freitag und Samstag habe der Warnstreik hingegen voraussichtlich ganztägig Auswirkungen auf den Fahrbetrieb, so die Sprecherin weiter. Darüber, wie viele der Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen konkret ausfallen, will die VAG am Mittwochnachmittag informieren.
Der bayerische Landesbezirk von Verdi teilte am Montag (16. März) mit, dass die dritte Verhandlungsrunde mit dem kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) in der vergangenen Woche keine Annäherung beider Seiten gebracht habe. Verdi betonte, dass die Beschäftigten dringend eine Verbesserung hinsichtlich ihres Gehalts und der Arbeitsbedingungen bräuchten. Andernfalls „könnten sich die Kollegen das Leben dort, wo sie den Verkehr täglich am Laufen halten, bald nicht mehr leisten“, so die Gewerkschaft.










