Auswirkungen auf ÖPNV
Verdi streikt bei der KVB
Aktualisiert am 24.02.2026 – 11:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Freitag und Samstag streikt die Gewerkschaft Verdi in Deutschland. Das wird wohl auch Folgen für die Kölner Verkehrsbetriebe haben.
Fahrgäste im Kölner Nahverkehr müssen sich in dieser Woche auf massive Einschränkungen einstellen: Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) für Freitag, den 27. Februar, und Samstag, den 28. Februar 2026, zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen auf.
Von Betriebsbeginn bis Betriebsende ist im Bus- und Bahnverkehr mit erheblichen Ausfällen zu rechnen. Die Streiks sind Teil bundesweiter Arbeitskampfmaßnahmen im kommunalen Nahverkehr.
Hintergrund ist der laufende Tarifkonflikt mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband NRW (KAV NW). In der ersten Verhandlungsrunde legten die Arbeitgeber kein Angebot vor – ein Umstand, den Verdi scharf kritisiert. Mit den Streiks kurz vor der nächsten Verhandlungsrunde am 2. und 3. März will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen.
Im Kern der Forderungen stehen Entlastungen für die Beschäftigten: Verdi verlangt eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich, verlässlichere Ruhezeiten zwischen den Schichten sowie höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit.
Frank Michael Munkler von Verdi Köln-Bonn-Leverkusen macht den Handlungsdruck deutlich: „Die Beschäftigten im Nahverkehr leiden seit Jahren an zu hoher Belastung. Hohe Krankenstände sprechen da eine klare Sprache. Ohne eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen verschärft sich das weiter – mit direkten Folgen für Fahrgäste und das Angebot.“ Die Arbeitgeber müssten endlich ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch bringen, so Munkler.










